Was viele befürchtet hatten, ist nun eingetreten: Marko Arnautovic wurde für seinen Ausraster nach seinem Tor zum 3:1 gegen Nordmazedonien am Samstag mit einem Spiel Sperre bedacht und kann daher am morgigen Donnerstag nicht am Spiel gegen die Niederlande teilnehmen.

Der Österreicher hatte sich nicht aufs Jubeln beschränkt, sondern einen Gegenspieler wüst beschimpft. Was genau gesagt wurde, ist - offiziell - nicht bekannt, der nordmazedonische Verband hatte aber einen "nationalistischen Ausbruch" geortet. Die Uefa-Disziplinarkommission wertete den Vorfall als "Beleidigung des Gegners", was nun die Mindeststrafe von einem Spiel Sperre nach sich zieht.

Arnautovic hatte sich für die Beleidigung unmittelbar nach dem Spiel entschuldigt, Rassismusvorwürfe aber von sich gewiesen. "Ich habe mein Fehlverhalten beim Torjubel aus eigener Initiative, noch bevor ein Verfahren eingeleitet wurde, öffentlich eingestanden und mich dafür entschuldigt. Es hat bedauerliche Äußerungen von beiden Seiten gegeben, aber auch Provokationen sind keine Rechtfertigung für mein Verhalten", erklärte er nun in einer Aussendung des ÖFB.

Foda will Vorfall abhaken und den Fokus auf das Spiel lenken

Direkt nach dem Spiel habe es eine Aussprache und eine gegenseitige Entschuldigung gegeben. "Ich bin mit Menschen aus den verschiedensten Ländern und Kulturen aufgewachsen und stehe ganz klar für Vielfalt. Das weiß jeder, der mich kennt. Es ist mir persönlich sehr wichtig, das zu betonen. Ich stehe gemeinsam mit dem ÖFB für Toleranz und Integration in allen Bereichen der Gesellschaft."

Deshalb wolle er den Fall auch zum Anlass nehmen, um 25.000 Euro für ein Integrationsprojekt spenden, so der serbischstämmige Wiener.

 Für Teamchef Franco Foda ist die Causa damit erledigt. "Ich habe Marko als herzensguten Menschen kennengelernt", so der Teamchef. "Unser voller Fokus gilt dem Spiel gegen die Niederlande. Im abschließenden Gruppenspiel gegen die Ukraine wird Marko wieder zeigen, wie wichtig er für unsere Mannschaft ist." (art)