Was die Spatzen schon lang vom Dach der Bullen-Arena in Wals-Siezenheim gezwitschert haben, ist fix: Salzburgs Goalgetter Patson Daka wechselt von Österreichs Serienmeister in die englische Premier League zu Leicester City. Das gaben die beiden Klubs am Mittwoch bekannt. Der 22-jährige sambische Teamspieler war im Winter 2017 zu den Salzburgern gestoßen, in 82 Ligapartien netzte er 54 Mal. Mit 27 Treffern schloss er die vergangene Saison als Torschützenkönig und "bester Spieler der Saison 2020/21" ab.

Der Vertrag Dakas in Salzburg wäre noch bis 2024 gelaufen, laut britischen Medien soll der Fünfte der abgelaufenen Premier League vorerst 23 Millionen Pfund (26,76 Millionen Euro) an die Salzburger überweisen. Diese Summe kann sich in Zukunft mit Bonuszahlungen aber noch erhöhen. Beim jetzigen Stand ist Daka damit der zweitteuerste Kicker, der die Salzburger je verlassen hat. Angeführt wird die Liste vom aktuellen Liverpool-Kicker Naby Keita, der mit Bonuszahlungen auf 29,7 Millionen Euro kommt - ähnlich hoch könnte die Endsumme für Daka ausfallen.

Salzburg verliert Top-Spieler

Keita wechselte 2018 um 60 Millionen aus der deutschen Bundesliga weiter zu Liverpool. In diesen Sphären verkauft in der Bundesliga nur Salzburg seine Spieler. In der Liste der teuersten Verkäufe stehen auf den Top-zehn-Positionen längst ausschließlich ehemalige Salzburg-Profis. Mit Daka verliert Salzburg damit einen weiteren Topspieler. Allerdings konnten die Abgänge in den vergangenen Jahren stets kompensiert werden - teils durch Aufrücker aus der hauseigenen Talenteschmiede in Liefering, teils durch gutes Scouting (und das nötige Kleingeld), um auch für junge hoffnungsvolle Kicker schon eine gewisse Ablöse zu zahlen.

"Ich habe in den fast fünf Jahren beim FC Red Bull Salzburg so viel unglaubliche Dinge erlebt und mich hier so wohl gefühlt, dass ich jetzt auch ein Stück Heimat verlasse. Aber ich fühle, dass es für mich an der Zeit ist, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen", wird Daka, Mitglied der Youth-League-Siegermannschaft von 2017, in einer Aussendung zitiert.(art/apa)