Das Werk in Rashfords Heimatsviertel Withington wurde nach dem Finale der Euro verunstaltet, die Demonstranten strichen das Gemälde aber neu und sendeten Botschaften aus. 700 Leute knieten bei der "Stand Up to Racism"-Demo und unterstützten Rashford, nachdem gegen ihn nach dem verlorenen Elfmeterschießen Englands im EM-Finale gegen Italien rassistische Anfeindungen auf Twitter laut geworden waren.

Menschen von jung bis alt eilten zu Rashfords Unterstützung. "Wir alle wissen, dass diese Leute denken, wenn sie gewinnen, sind sie Engländer, wenn sie verlieren, sind sie schwarz", sagte eine 61-jährige Pensionistin zur BBC. Eine Mutter, die mit ihrem fünfjährigen Sohn zur Demo kam, verglich die Situation mit jener von Frankreich-Star Kylian Mbappe, nachdem dieser seinen entscheidenden Elfemter gegen die Schweiz verschossen hatte und ebenfalls rassistisch beschimpft worden war.  "Es ist wichtig, diese jungen Leute zu unterstützen, und es ist wichtig, dass mein Sohn versteht, dass er ein schöner junger Mann ist, was auch immer passiert, wie Rashford und Sancho und Saka", sagte die 35-Jährige auch über die anderen beiden Opfer der Anfeindungen.

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Weitere Schritte gegen Rassismus

Rashford hatte sich am Tag der Anfeindungen auf Twitter zu Wort gemeldet. "Ich werde mich nicht dafür entschuldigen, wer ich bin", lautete sein Statement. Über die Demonstrationen zeigte er sich "überwältigt" und "sprachlos".

Die Polizei von Greater Manchester teilte mit, die Kommentare auf Social Media und die rassistisch motivierte Beschädigung des Wandbilds zu untersuchen. Premierminister Boris Johnson plant Treffen mit Social-Media-Firmen, um härter gegen Rassismus vorzugehen.

Der Auftraggeber des Kunstwerks, Ed Wellard, sagte, dass diejenigen, die für den Vandalismus verantwortlich sind, eher aufgeklärt als bestraft werden sollten. Eine Crowdfunding-Seite für das Wandbild hat inzwischen mehr als 34.000 Pfund gesammelt, die laut Wellard für die Finanzierung weiterer Werke verwendet werden sollen. (dri)