Die neue Saison in der Fußball-Bundesliga, die am Freitag eröffnet wird, wirft auch in Sachen Rivalität ihre Schatten voraus. Nachdem Rapids Christoph Knasmüllner sein Team nach dem 2:1 in der Champions-League-Qualifikation am Dienstagabend als "richtig geile Truppe" bezeichnet hatte, legten Salzburgs Akteure am Mittwoch nach. "Wir sind auch ‚ne richtig geile Mannschaft - vor allem mit viel Qualität", antwortete Trainer Matthias Jaissle. "Wer die geilere Mannschaft ist, wird man dann am Ende der Saison sehen", meinte Verteidiger Max Wöber. Grundsätzlich hat der frühere Rapidler Wöber seinen Ex-Klub, Sturm und den LASK - also "die üblichen Verdächtigen" - als größte Konkurrenten im Titelkampf auf der Rechnung. Am Ende nannte er auch noch die Austria. "Man darf sie nicht unterschätzen. Die haben zwar einen Umbruch, aber es wird interessant, wie sich dieses Team entwickelt."

"Fans gaben Extraschub"

Vorerst aber ist es Rapid, das sich über den gelungenen Saisonstart freuen kann. Die Wiener drehten einen 0:1-Rückstand mit einer starken Leistung in der zweiten Hälfte und einem Doppelpack von Knasmüllner in einen letztlich verdienten 2:1-Sieg und dürfen vor dem Rückspiel von einem möglichen Duell mit dem Topklub AS Monaco in der dritten Qualifikationsrunde träumen. Mit seinem gefühlvollen Chip über Goalie Florin Nita hatte Knasmüllner nicht nur bei dem auf der Tribüne applaudierenden Ex-Rapidler Antonin Panenka für Zungenschnalzen gesorgt. "Ein Geniestreich", sagte Trainer Dietmar Kühbauer. "Er hat uns ins Spiel zurückgeholt.

Freude herrschte bei Kühbauer, Knasmüllner und Co. auch über die 19.500 Zuschauer im Allianz Stadion. "Es war sensationell, wie sie uns gepusht haben", meinte Knasmüllner, auch Kühbauer sprach den Zuschauern "riesigen Dank" aus. "Mit dem 1:1 ist es explodiert. Da merkt man schon, dass es den Extraschub gibt." Und das will man nun auch in der Bundesliga wieder genießen. Für Rapid beginnt diese am Samstag zu Hause gegen Hartberg, eröffnet wird die Runde von der Partie Sturm gegen Salzburg am Freitag.