Das war wohl nichts. Nach Rapid hat mit der Austria auch der zweite Wiener Fußball-Topclub den Start in die Bundesliga-Saison verpatzt. Nach dem 1:2 bei der SV Ried versuchten die Favoritner aber das Positive in den Vordergrund zu stellen, auch wenn es nicht gelang, Selbstvertrauen vor dem Rückspiel bei Breidablik in der Conference-League-Qualifikation zu tanken. Auf Island gilt es am Donnerstag nach einem mageren Hinspiel-1:1 den Aufstieg in die dritte Runde zu fixieren.

"Durch ein dummes Tor sind wir in Rückstand gekommen, ein super Freistoß, und dann war es schwierig. Ried hat gut verteidigt, aber in Wahrheit haben wir das Spiel dominiert, uns aber leider nicht belohnt. Grundsätzlich war es ein gutes Spiel unserer Mannschaft. Die erste Hälfte stimmt mich zuversichtlich", lautete die Analyse von Manfred Schmid nach seiner Liga-Premiere als Austria-Trainer.

Sportdirektor Manuel Ortlechner schlug in dieselbe Kerbe. "Ich muss das Ergebnis von der Leistung trennen. Es ist sehr ärgerlich, aber über 60 Minuten ist es der Fußball, den wir uns vorstellen. Es hat nach Austria-Fußball ausgesehen", betonte der ehemalige Abwehrspieler. Sein Optimismus mit Blickrichtung Zukunft ist groß. "Wenn wir jetzt noch cool bleiben, dann stellt sich der Erfolg in den nächsten Runden automatisch ein." Transfers könnten behilflich sein. Vieles deutet daraufhin, dass es die geben wird. "Ich gehe davon aus, dass der Kader Richtung September etwas anders aussehen wird, als Stand heute", sagte Ortlechner. Vorher warten aber noch schwierige Aufgaben auf den jetzigen Kader. Nach dem Island-Gastspiel empfängt man am Sonntag WSG Tirol. "Es ist bitter, aber es hilft nichts, es ist erst das erste Spiel, wir müssen nach vorne schauen", sagte Benedikt Pichler. Verbesserungspotenzial gibt es zur Genüge. "Wir waren zu wenig mutig, haben zu wenig nach vorne gespielt", meinte der Torschütze.