In der fünften Fußball-Bundesliga-Runde hat es für den WAC unter Neo-Trainer Robin Dutt endlich mit dem ersten Erfolg geklappt. Die Lavanttaler feierten am Samstag dank Treffern von Amar Dedic (20.), Michael Liendl (45.+3/Foulelfer) und Cheikhou Dieng (90.) einen verdienten 3:0 (2:0)-Erfolg über die Admira. Die Südstädter fielen nach starkem Beginn zurück und kassierten die dritte Niederlage in Serie.

Mit Routinier Alexander Kofler, der erstmals seit dem 1:8 gegen Rapid in der Meisterschaft anstelle von Manuel Kuttin im Tor stand, blieb der WAC erstmals in dieser Saison ohne Gegentreffer. Die Defensive war in den ersten Runden die Achillesferse der Wolfsberger gewesen, doch die Admira machte es den Gastgebern nicht allzu schwer. Nach offensiven zehn Minuten der Südstädter - Luca Kronberger prüfte Kofler mit einem Freistoß ins kurze Eck (8.) - übernahmen die Wolfsberger immer mehr die Initiative.

Jonathan Scherzer musste noch vor Roman Kerschbaum retten, der vergeblich Elfer reklamierte (19.), doch praktisch im Gegenzug gelang den Gastgebern die Führung. Nach Kopfballvorlage von Thorsten Röcher ließ Dedic Keeper Andreas Leitner mit einem wuchtigen Schuss keine Chance. Der 19-jährige Salzburg-Leihspieler hatte die Aktion selbst eingeleitet.

Vorentscheidung nach Strafraum-Foul

Die Vorentscheidung fiel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach Videostudium. Admiras Sebastian Bauer musste nach Strafraum-Foul an Röcher mit Gelb-Rot vom Platz, den fälligen Elfer verwertete Michael Liendl (45.+3). Admira-Coach Andreas Herzog reagierte nach der Pause mit einigen Wechseln, einen positiven Effekt gegen die in Überzahl nun klar überlegenen Kärntner gab es aber nicht.

Der WAC erhöhte im Finish, nachdem der eingewechselte Christopher Wernitznig (74.) und Eliel Peretz (77., 89.) gute Möglichkeiten vergeben hatten. Der eingewechselte Senegalese Cheikhou Dieng setzte im Finish mit seinem ersten Saisontor den Schlusspunkt. In den vier Matches zuvor hatten die Südstädter nur vier Gegentore erhalten.

Westderby endet torlos

Die WSG Tirol bleibt auch nach der fünften Runde der Remiskönig der Fußball-Bundesliga. Nach dem 0:0 am Samstag im Westderby gegen Altach bleibt das Team von Thomas Silberberger weiterhin sieglos. Am Innsbrucker Tivoli waren die Wattener zwar weitgehend das dominantere Team, kamen gegen defensiv stabile Vorarlberger aber zu keinen hochkarätigen Einschussmöglichkeiten.

Emanuel Schreiner (Cashpoint SCR Altach) und Thanos Petsos (WSG Tirol) bei der 0:0 endenden Bundesliga-Begegnung im Westderby. 
- © Apa / EXPA / Stefan Adelsberger

Emanuel Schreiner (Cashpoint SCR Altach) und Thanos Petsos (WSG Tirol) bei der 0:0 endenden Bundesliga-Begegnung im Westderby.

- © Apa / EXPA / Stefan Adelsberger

Bei sommerlichen Temperaturen übernahm die WSG zunächst das Heft des Handelns und verzeichnete durch eine scharfe Hereingabe von Bror Blume, die Strauss akrobatisch bereinigte, und einen Distanzschuss des agilen Klassen die ersten Offensivaktionen. Die Gäste konnten sich nach einer Viertelstunde vom Anfangsdruck befreien und kamen in der 23. Minute zur besten Chance der ersten Halbzeit, als Stefan Haudum nach einer Ecke per Kopf auf Strauss ablegte, dessen Versuch aus kurzer Distanz aber von Klassen auf der Linie geblockt wurde.

Gegen gut sortierte Vorarlberger, die die Räume eng machten, flachte die Partie ab. Wie schon zu Spielbeginn waren auch nach der Pause die Wattener die aktivere Mannschaft. Anselm zwang Tino Casali mit dem ersten Abschluss auf das Tor der Vorarlberger zu einer starken Parade. In der Schlussphase war der Siegeswille auf beiden Seiten vorhanden, die Abwehrreihen ließen aber wenig zu. Technische Unzulänglichkeiten taten ihr Übriges, sodass letztlich ein leistungsgerechtes 0:0 auf der Anzeigetafel stand. (apa)