Red Bull Salzburg hat die Reifeprüfung Bröndby mit Bravour bestanden und ist zum dritten Mal in Folge in die Fußball-Champions-League eingezogen. Österreichs Serienmeister setzte sich am Mittwoch beim dänischen Champion mit 2:1 (2:0) durch. Nach frühen Toren von Benjamin Sesko (4.) und Brenden Aaronson (10.) gelang Bröndby durch Andreas Maxsö nur noch der Anschlusstreffer (62.). Schon das Play-off-Hinspiel hatten die Salzburger mit 2:1 für sich entschieden.

Die Salzburger überstanden damit nach davor elf vergeblichen Versuchen zum zweiten Mal nach 2020 gegen Maccabi Tel Aviv die Mühlen der Champions-League-Qualifikation. 2019 waren sie als Meister direkt für die Königsklasse qualifiziert gewesen. Der Blick richtet sich nun nach Istanbul, wo am Donnerstagabend (18.00 Uhr/live Sky und DAZN) die Auslosung der Gruppenphase über die Bühne geht.

Corona-Genesene wieder im Team

Bröndby hatte alle sechs Akteure, die im Hinspiel wegen Corona-Infektionen gefehlt hatten, zurück. Mit Tobias Börkeeiet, Mathias Greve und dem Ex-Salzburger Josip Radosevic standen drei davon in der Startformation. Dänemarks Meister, in der Liga nach sechs sieglosen Runden nur auf Platz neun, gestaltete das Spiel nach Salzburgs Blitzstart ausgeglichen.

Die Salzburger ließen auch nach Seitenwechsel nicht nach. Nach einer Standardsituation schöpfte Bröndby aber noch einmal Hoffnung: Maxsö traf nach einer Freistoßflanke und Kopfball-Vorarbeit von Kevin Tshiembe ebenfalls per Kopf.

Salzburg fuhr damit saisonübergreifend den 13. Pflichtspielsieg in Folge ein, den achten in dieser Saison. Bröndby dagegen ist nach acht Partien in diesem Spieljahr weiterhin sieglos. Die Dänen müssen weiterhin auf ihre insgesamt zweite CL-Teilnahme nach 1998 warten. Für Salzburg ist es die insgesamt vierte - ein österreichischer Rekord. Der Vorgängerclub SV Austria Salzburg war bereits 1994 in der Königsklasse vertreten gewesen. (apa)