Italien ist in der Fußball-WM-Qualifikation nach den Unentschieden gegen Bulgarien (1:1) und in der Schweiz (0:0) auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Der Europameister fertigte Litauen am Mittwoch in Reggio Emilia mit 5:0 (4:0) ab und führt die Gruppe C damit nach sechs Partien weiter ungeschlagen an. Ihre Führung behaupteten auch England, das beim 1:1 in Polen erstmals nicht gewann, Spanien (2:0 bei Kosovo), Deutschland (4:0 auf Island) und Belgien (1:0 bei Belarus).

Den von Roberto Mancini gecoachten Italienern gelang in der Anfangsphase Historisches, zum ersten Mal überhaupt erzielten sie in einem internationalen Spiel vier Tore in der ersten halben Stunde. Moise Kean (11., 29.) trug sich gleich doppelt in die Schützenliste ein. Neben einem Eigentor von Innenverteidiger Edgaras Utkus (14.) war auch noch Mittelstürmer Giacomo Raspadori (24.) erfolgreich. Nach der Pause erhöhte Giovanni di Lorenzo (54.) auf 5:0. Damit wurde der eigene Weltrekord auf mittlerweile 37 Länderspiele ohne Niederlage in Folge ausgebaut.

Weiter unbesiegt ist auch die Schweiz, die allerdings in Nordirland über ein torloses Remis nicht hinauskam. So wuchs der Rückstand auf die Azzurri auf sechs Punkte an, wobei die Eidgenossen zwei Partien weniger ausgetragen haben.

England trotz Remis mit komfortabler Führung

EM-Finalist England verpasste in der sechsten Partie die Fortsetzung der Siegesserie nur knapp. Im Duell mit Polen in Warschau münzte Harry Kane die Überlegenheit der Three Lions nach dem Seitenwechsel in die Gäste-Führung um. Der Tottenham-Stürmer traf in der 72. Minute aus rund 20 Metern ins Eck, war zum fünften Mal in der laufenden Qualifikation erfolgreich und jubelte über seinen 41. Länderspieltreffer im 64. Spiel. England-Goalie Jordan Pickford hatte in der Folge Glück, dass ein Abschlag genau auf Karol Swiderski nicht im Tor landete (81.). Hinter sich greifen musste er aber trotzdem, da Joker Damian Szymanski nach Lewandowski-Flanke in der Nachspielzeit vor 56.200 Zuschauern der Ausgleich glückte.

Damit liegen die Polen in der Gruppe I weiter fünf Zähler hinter England. Der von Gareth Southgate gecoachte Spitzenreiter, der die Polen im März noch mit 2:1 bezwungen hatte, ist mittlerweile 27 WM-Qualifikationspartien ungeschlagen. Der Vorsprung auf den neuen ersten Verfolger Albanien beträgt vier Punkte. Die Albaner holten mit einem 5:0 gegen San Marino ihren vierten Sieg.

Deutschland diesmal ohne Adeyemi

Spanien behauptete die Vormachtstellung in Pool B mit einem 2:0 beim Kosovo, bei dem Pablo Fornals (32.) und Ferran Torres (90.) für die Entscheidung sorgten. Das Plus auf Verfolger Schweden wuchs auf vier Zähler an, da dieser in Griechenland mit 1:2 unterlag.

Deutschlands Erfolg auf Island war ungefährdet, Serge Gnabry (4.) und Antonio Rüdiger (24.) stellten schon früh die Weichen für den Sieg. Die weiteren Treffer gingen auf das Konto von Leroy Sane (56.) und Timo Werner (89.). Salzburgs Jungstürmer Karim Adeyemi kam diesmal nicht zum Zug. Die DFB-Elf liegt in der Gruppe J vier Punkte vor Armenien voran, das gegen Liechtenstein über ein 1:1 nicht hinauskam.

Den einzigen Treffer bei Belgiens Sieg in Kasan gegen Belarus erzielte Dennis Praet (34.). Die roten Teufel sind in Pool E nach dem fünften Sieg im sechsten Spiel unangefochten an der Spitze. (apa)