In einer verrückten Partie hat die SV Ried dem Fußball-Bundesliga-Tabellenführer Salzburg am Samstag ein 2:2 abgerungen. Die Rieder gingen früh durch ein Kopfballtor von Luca Meisl in Führung (9.). Salzburg tat sich 70 Minuten lang schwer, vergab durch Rasmus Kristensen einen Elfmeter und traf erst in der Schlussphase durch Junior Adamu (83.) und Noah Okafor (85.). Doch in der Nachspielzeit (93.) sorgte Leo Mikic für die tapfer kämpfenden Rieder für den nicht unverdienten Ausgleich.

Die Gastgeber standen defensiv sehr gut und spielten in den Zweikämpfen ihre körperliche Überlegenheit gegen die Salzburger Stürmer gut aus. Erst nach 25 Minuten begann eine erste Drangphase des Tabellenführers. Brenden Aaronson spitzele bei der besten Chance den Ball nach tollem Ulmer-Steilpass am Tor vorbei. Ried konnte sich fortan nur noch selten durch Entlastungsangriffe befreien, stand aber kompakt genug, um die Führung in die Pause zu bringen.

Nach dem Wechsel zeigte sich ein ähnliches Bild wie zu Ende der zweiten Halbzeit. Salzburg machte das Spiel, Ried verteidigte mit Mann und Maus. In der Schlussphase wurde es dann turbulent. Erst brach Junior Adamu mit dem Ausgleichstreffer den Damm, ehe zwei Minuten später der eingewechselte Noah Okafor das Führungstor erzielte, dem in der dritten Minute der Nachspielzeit der erneute Ausgleich, diesmal für die Rieder, folgte.

Salzburg siegte zwar nicht, blieb aber auch in der 19. Partie in Serie ohne Niederlage. Ried hingegen konnte zwar auch im siebenten Liga-Spiel in Folge nicht gewinnen, kann sich aber nach dem 2:1-Sieg im Cup unter der Woche bei Sturm Graz über das nächste Erfolgserlebnis freuen. Weil die Salzburger nur einen Punkt aus Ried mit heimnehmen, kann der erste Verfolger Sturm Graz mit einem Sieg am Sonntag gegen den WAC den Rückstand auf neun Zähler verringern. Die Wiener Austria wiederum hat am Sonntag bei WSG Tirol die Chance, die Hartberger wieder zu überholen, die nach einem 2:0 gegen Altach auf Rang vier liegen, während Rapid Wien den LASK empfängt.

Austria Klagenfurt im sechsten Heimspiel ungeschlagen

Auch die Partie Austria Klagenfurt gegen Admira endete mit einem Remis. Im Wörthersee-Stadion machte die Admira dreimal einen Rückstand wett. Drei der sechs Tore entstanden aus Elfmetern. Den Fans wurde von Beginn weg viel Spektakel geboten. Die Kärntner legten durch Turgay Gemicibasi (9./Elfmeter), Markus Pink (14.) und Markus Greil (50.) dreimal vor, die Admira schaffte durch Marco Hausjell (11.) und einen Elfmeter-Doppelpack von Kerschbaum (33., 82.) jeweils den Ausgleich. Austria Klagenfurt ist auch nach sechs Saison-Heimspielen ungeschlagen.

Vor allem in der ersten Hälfte ging es Schlag auf Schlag: Ein Missverständnis in der Admira-Abwehr zwischen Leonardo Lukacevic und Yannick Brugger nutzte der Klagenfurter Alex Timossi Andersson, spritzte dazwischen und wurde von Brugger gelegt. Gemicibasi verwandelte den Elfmeter sicher zur Führung. Die hielt aber nur zwei Minuten. Nach Flanke von Philipp Schmiedl und Kopfballvorlage von Kerschbaum drückte Hausjell den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Klagenfurt legte aber wieder nur drei Minuten später durch Oliver Pink nach Cvetko-Hereingabe nach. Nach Foul von Ivan Saravanja an Hausjell traf Kerschbaum per Strafstoß ebenso souverän. Auch nach dem Seitenwechsel schlugen die Klagenfurter in der attraktiven Partie früh zu. Greil zog aus rund 25 Metern ab und traf via Innenstange zum 3:2. Doch die Elf von Andreas Herzog gab nicht auf und schaffte noch einen verdienten Punktgewinn durch einen Elfer nach einem umstrittenen Handspiel von Nicolas Wimmer.

Hartberger hatte hartes Spiel gegen zehn Altacher

Eine klare Sache war die Partie zwischen Hartberg und Altach. Die Obersteirer beißen sich mit dem verdienten 2:0-Auswärtssieg in der oberen Tabellenhälfte. Die Vorarlberger hatten sich bereits in der ersten Hälfte durch eine Rote Karte geschwächt, die Gäste kontrollierten überwiegend das Geschehen, ohne offensiv ein Feuerwerk abzubrennen. Keine der beiden Mannschaften konnte oder wollte spielerisch Bäume ausreißen, woraus eine kampfbetonte Partie resultierte. Noel Niemann gelang nach Vorlage von Jürgen Heil schon in der 16. Minute die Führung, danach spielte der Ausschluss von Altachs Nosa Iyobosa Edokpolor - nach VAR-Intervention - den Steirern in die Karten. Heil selbst war es, der seine starke Leistung mit dem 2:0 in der 54. Minute bestätigte. Ein vermeintliches 3:0 für Hartberg in der 86. Minute zählte wegen Abseits nicht.

Die Hartberger bleiben in der Fremde um einiges erfolgreicher als daheim, es war dies der dritte Auswärtssieg in dieser Saison - besser ist nur Salzburg mit fünf. Der Club aus der Oststeiermark verbesserte sich vorläufig auf Rang vier der Tabelle. Altach ist vor der Sonntagspielen Neunter. (apa)