In der Fußball-Bundesliga ins Hintertreffen geraten, sind die internationalen Auftritte für den LASK eine willkommene Ablenkung. In der Conference League winkt den Linzern schon am vierten Spieltag der Aufstieg. Gelingt gegen den armenischen Vertreter FC Alashkert am Donnerstagabend (18.45 Uhr/Sky) ein voller Erfolg, würde das Überwintern im Europacup bei einem gleichzeitigen Sieg von Spitzenreiter Maccabi Tel Aviv gegen HJK Helsinki (Hinspiel: 5:0) bereits fixiert sein.

Corona-Cluster immer größer

Das anvisierte Ziel war am Tag vor dem Heimspiel im Klagenfurter Wörthersee-Stadion dennoch nur kurz Thema. Den LASK plagen nicht nur Verletzungssorgen, auch Corona lässt die Athletiker nicht los. Mit Lukas Grgic und Mamoudou Karamoko wurden am Dienstag zwei weitere Profis positiv getestet. Insgesamt fünf Akteure sind es inzwischen, die einen positiven Corona-Test abgegeben haben. Florian Flecker konnte sich für Donnerstag immerhin freitesten.

"Die Ausgangslage ist klar: Wir wollen mit einem guten Ergebnis einen Schritt Richtung K.o.-Phase machen. Das ist die große Motivation und ein klares Ziel", sagte Trainer Andreas Wieland. 16 Spieler stehen ihm gegen Armeniens Meister zur Verfügung, drei davon sind Torhüter. Vor allem in der Defensivabteilung ist die Personaldecke mehr als dünn. Mit James Holland (Wade) kam zu Wochenbeginn ein Verletzter dazu, Jan Boller fehlt aufgrund einer Sperre.

Goalie als Feldspieler?

Der lange verletzte Yannis Letard wird damit gleich ins kalte Wasser geworfen. Im Angriff sind Alexander Schmidt und Christoph Monschein wieder dabei. Wie Wieland auch anmerkte: Sollten wegen Verletzungen mehr Feldspieler benötigt werden, dürfte auch ein Torhüter eingewechselt werden. Mit dem dritten Keeper Nikolas Polster (19) steht im Notfall ein Mann mit klingendem Nachnamen parat.

3:0 siegte der LASK vor zwei Wochen in Jerewan. Die Athletiker steigerten sich dabei in der zweiten Spielhälfte. Dass es danach in der Liga wieder Tiefschläge gab, soll den internationalen Elan nicht bremsen. "Positiv nach vorne zu blicken gelingt uns, wenn wir die Leistungen in den Spielen anschauen. Die sind ansprechend", betonte Peter Michorl. Der Mittelfeldmann strich noch einmal das Hauptproblem seines Teams hervor: die Chancenverwertung. "Wir müssen auch im Sechzehner versuchen, das zu bringen, was uns dazwischen gelingt." Sechs Tore hat der LASK in den drei Gruppenspielen erzielt. In der Bundesliga sind es nur 12 in 13 Runden.