Der Lask hat im Kampf um die Meistergruppe der Fußball-Bundesliga am Sonntag einen großen Rückschlag erlitten. Die Oberösterreicher kamen am Sonntagabend trotz zweimaliger Führung und Chancenplus gegen Aufsteiger Austria Klagenfurt über ein 2:2 nicht hinaus. Damit beträgt der Rückstand des weiter nur Tabellenneunten auf die Top sechs nach 19 Runden drei Punkte. Der Vierte Klagenfurt ist weiter fünf Zähler entfernt.

Herausragend im Dress der zuletzt im ÖFB-Cup-Viertelfinale an Double-Gewinner Salzburg gescheiterten Linzer war Stürmer Marko Raguz. Der in jüngster Zeit verletzungsgeplagte 23-Jährige durfte in der 14. Minute über seinen ersten Ligatreffer seit 27. September 2020 jubeln und bereitete auch den zweiten Lask-Treffer von Branko Jovicic (76.) vor. Da waren die Gastgeber nach Gelb-Roter Karte für Peter Michorl (64.) bereits in Unterzahl. Für die Klagenfurter trafen Thorsten Mahrer (73.) und Turgay Gemicibasi (91./Elfmeter), der im Finish noch ausgeschlossen wurde.

Die Klagenfurter hatten zwar die erste gefährliche Aktion, kamen da bei einer Doppelchance von Patrick Greil und Markus Pink (12.) nicht richtig zum Abschluss, waren allerdings aus spielerischer Sicht klar unterlegen. Und gerieten danach auch gleich in Rückstand. Nach einer Potzmann-Flanke hatte der von einem Kreuzbandriss genesene Raguz am Fünfer zu viel Platz und konnte einköpfeln. Es war sein erster Pflichtspieltreffer seit jenem am 29. Oktober 2020 gegen Ludogorez Rasgrad in der Europa League.

Wiederholtes Foulspiel

Nur die mangelnde Effizienz verhinderte in der Folge eine höhere Führung. Thomas Goiginger schoss daneben (31.), Raguz erzielte einen Abseitstreffer (33.) und hob den Ball nach sehenswerter Ballmitnahme knapp am Tor vorbei (38.). In der Nachspielzeit wurde zudem ein Holland-Schuss von Ivan Saravanja über das Tor gelenkt.

Nach Wiederbeginn kontrollierten die Hausherren weiter das Geschehen, der zweite Treffer wollte aber weiter nicht fallen. Der beinahe an allen gefährlichen Aktionen beteiligte Raguz traf nach Michorl-Ecke per Kopf die Latte (54.) und setzte eine Direktabnahme aus kurzer Distanz neben das Gehäuse (57.). Da Michorl kurze Zeit später wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte sah, kam noch einmal Spannung in die Partie.

Kosmas Gkezos (68.) kam per Kopf schon nahe an den Ausgleich heran. Der fiel fünf Minuten später. Nach einem Greil-Eckball und Gkezos-Kopfball legte Pink mit dem Oberschenkel für Mahrer auf, der souverän vollendete. Die Linzer schlugen allerdings postwendend zurück. Raguz legte bei seinem Startelf-Comeback in der Meisterschaft nach einer Hereingabe zurück auf den kurz zuvor eingewechselten Jovicic, der mit dem Außenrist ins Eck traf. Florian Flecker verabsäumte es, alles klarzumachen, scheiterte an Philipp Menzel (88.).

Das rächte sich. Der kurz zuvor gekommene Felix Luckenender brachte Gkezos im Strafraum zu Fall und Schiedsrichter Markus Hameter entschied auf Elfmeter, den Gemicibasi sicher verwandelte. Dass der Torschütze nach einer Attacke an Florian Flecker noch Rot sah, fiel nicht mehr ins Gewicht. Coach Peter Pacult durfte sich damit in seinem 200. Spiel als Bundesliga-Trainer und nach dem jüngsten Out im ÖFB-Cup gegen Ried über einen wichtigen Punkt freuen. (apa)