Nach Rapid Wien und Austria hat es nun den Linzer ASK erwischt: Die Serie prominenter Abwesender in der Meistergruppe seit Umstellung auf den neuen Modus in der Bundesliga setzt sich fort. Den Linzern half auch eine starke Vorstellung bei der Nullnummer gegen den überlegenen Leader Salzburg im Nachtragsspiel der 21. Runde am Mittwochabend nichts, da drei Punkte Pflicht gewesen wären, um eine minimale Chance am Leben zu halten. "Wir haben die Qualifikation für die Meisterrunde nicht am heutigen Tag verspielt. Wir haben zu viele Punkte im Herbst liegen gelassen. Das ist enttäuschend, nur wir können das Rad der Zeit nicht zurückdrehen", sagte Trainer Andreas Wieland.

Nur drei Punkte fehlen dem Achten auf Rang sechs, der kann aber nicht mehr erreicht werden, da bei Punktegleichheit mit Rapid der bessere direkte Vergleich für die Wiener sprechen würde. Fast hätten die Linzer die durch 17 Corona-Fälle sehr stark beeinträchtigte Vorbereitung der Salzburger nützen können, es mangelte allerdings am letzten Pass oder an der nötigen Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Sogar ein unnötiger Ausschluss von Rene Renner (50. Minute/Wieland: "War nicht schlau") verhinderte nicht, dass die Hausherren im Finish vehement auf den Siegtreffer drängten. Die Liga ist für den Lask damit abgehakt, am Donnerstag steht aber bereits das wichtige Achtelfinal-Hinspiel in der Conference-League bei Slavia Prag an.

Ried träumt vom Cup-Titel

Die SV Ried ist indes ihrem Ruf als Cup-Spezialist wieder gerecht geworden. Am Mittwoch setzten sich die Oberösterreicher im Halbfinale gegen Hartberg vor heimischer Kulisse mit 2:1 durch und dürfen in ihrem vierten Endspiel am 1. Mai in Klagenfurt vom dritten Titel (nach 1998/2011) träumen. "Es war schon wieder Zeit", scherzte Trainer Robert Ibertsberger, dessen Truppe es am 1. Mai in Klagenfurt mit Salzburg oder dem WAC zu tun bekommt. War es beim bisher letzten Erfolg 2011 mit Austria Lustenau ein Zweitligist, wartet im finalen Akt der aktuellen Auflage in jedem Fall eine harte Nuss. Die Entscheidung fällt am 16. März. Salzburg war auch der Stolperstein im bisher letzten Finale der Rieder (2012).