Wenige Tage nach dem Einzug ins Cupfinale hat die SV Ried erneut Großes vor. Mit einem Heimsieg gegen den Tabellenzweiten Sturm Graz stünden die Oberösterreicher zum ersten Mal in der seit 2019 in der Fußball-Bundesliga ausgespielten Meistergruppe, selbst ein Remis könnte bei einer Rapid-Niederlage zuhause gegen Klagenfurt zum vorzeitigen Klassenerhalt reichen. Verliert das Team von Robert Ibertsberger gegen Sturm, spielt es die Saison in der Qualifikationsgruppe zu Ende. Das 2:1 gegen Hartberg im Cup-Halbfinale am Mittwoch eröffnet den Riedern nicht nur die Chance auf den dritten Cup-Titel der Vereinsgeschichte, Ibertsberger freute sich dabei auch über einen mentalen "Booster" für die letzte Runde im Liga-Grunddurchgang. "Es wird aber ein ganz anderes Spiel. Sturm spielt einen ganz anderen Fußball. Es wird sehr viel um die ersten und zweiten Bälle gehen. Wenn wir wieder unsere Grundtugenden auf den Platz bringen, können wir auch dieses Spiel gewinnen", sagte Ibertsberger, der den sonst gesetzten, aber gesperrten Linksverteidiger Felix Seiwald ersetzen muss. Zuversicht spendet dem Aufsteiger von 2020 der Blick auf die "Heimfestung", die bisher dem Ansturm von zehn Gegnern standhielt (sechs Siege, vier Remis).

Mit Sturm allerdings ist das zweitbeste Auswärtsteam zu Gast. Die Grazer sind seit sieben Pflichtspielen ungeschlagen, das 3:0 gegen Hartberg war der erste Sieg 2022. "Wir wissen, dass Sturm eine sehr gute Mannschaft ist. Aber wir brauchen uns nicht zu verstecken. Wir spielen zuhause vor unseren großartigen Fans", sagte Verteidiger Tin Plavotic, der an das 2:1 in der dritten Cup-Runde in Graz erinnerte: "Wir haben schon im Cup gezeigt, dass wir sie schlagen können. Und ich bin jetzt auch sehr positiv gestimmt, dass das wieder klappt."