Rapid und Wiener Austria sind zum Leidwesen der Kärntner Vereine mit zwei Siegen in die Meistergruppe gestartet. Rapid war eine Woche nach dem 3:0 daheim gegen Austria Klagenfurt auch auswärts souverän und gewann mit 3:1, die Austria bezwang in der Generali Arena Wolfsberg mit 2:1 und kletterte vorerst auf den zweiten Tabellenrang, da auch Sturm Graz im Duell mit Red Bull Salzburg das Nachsehen hatte.

Klagenfurts Hoffnungen auf eine Revanche wurden mit zwei Treffern binnen acht Minuten von Marco Grüll und Bernhard Zimmermann nach etwa einer halben Stunde zunichte gemacht. Der junge Zimmermann war erst im Winter von der zweiten in die erste Mannschaft befördert worden, er traf schon im Hinspiel zweimal. Diesmal war er per Kopf erfolgreich.

Rapid in Überzahl ohne Probleme


Vor der Pause glückte den Gastgebern der Anschlusstreffer, und zwar im wahrsten Sinn dieser Beschreibung. Bei einer Freistoßflanke stießen zwei Rapidler beim Klärungsversuch zusammen, Kevin Wimmer fiel dabei der Ball auf den Arm – Elfmeter. Den Stafstoß verwertete Turgay Gemiciabasi zum 1:2. Nach dem Wiederbeginn entschieden zwei Aktionen die Partie recht früh. Erst traf Yusuf Demir per Kopf zum 3:1 (49.), dann musste Gemiciabasi mit Gelb-Rot vom Feld – eine harte Entscheidung. Weitere Tore fielen nicht mehr, da Rapid den Vorsprung eher verwaltete und obendrein im Strafraum patschert agierte.

Die Austria hatte mit Wolfsberg etwas mehr zu kämpfen, war aber insgesamt auch souverän. Die Führung durch Marco Djuricin (13.) konnte zwar Ex-Austrianer Michael Liendl (26.) mit einem abgefälschten Schuss ausgleichen, unmittelbar nach der Pause traf Eren Keles zur abermaligen Führung, die nur ab und zu wackelte. Andererseits hatte auch die Austria Gelegenheiten, die Partie in Kontern zu entscheiden, spielte diese aber nicht gut genug zu Ende.

Lochoshvili verletzt


Detail am Rande: Bei dem Spiel war der vor kurzem schwer verletzte Georg Teigl im Stadion und traf sich vor Anpfiff mit seinem "Retter" Luka Lochoshvili, der dem bewusstlosen Teigl die in den Rachen gerutschte Zunge herausgeholt hatte. Nur zwei Minuten nach dem Anpfiff lag dann Lochoshvili benommen am Boden, er war mit Marvin Martins zusammengeprallt und musste ausgewechselt werden.

Im Abendspiel mühte sich Salzburg dann zu einem 1:0 über Sturm Graz. Das Goldtor erzielte Maximilian Wöber (55.) per Kopf, beim 1:7 gegen die Bayern in der Champions League war der Verteidiger noch der Unglücksrabe. Es war keine überragende Leistung des Serienmeisters, vor allem zu Beginn spielte fast nur Sturm. Mit dem 1:0 ist die Titelentscheidung aber de facto gefallen. Elf Punkte beträgt der Vorsprung auf die Austria, zwölf auf Sturm.

In der Qualifikationsgruppe stand am Sonntag ein Spiel auf dem Programm, der Lask bezwang die WSG Tirol mit 6:0, wobei die Tiroler teilweise schauderhaft verteidigten und sich als echter Abstiegskandidat präsentierten. Der Lask zog an der SV Ried vorbei an die Tabellenspitze. Der Erstplatzierte erhält ein Ticket für die Qualifikation zur Conference League.