In der Champions League kreuzen Dienstagabend die amtierenden Meister der zwei stärksten europäischen Ligen, England und Spanien, die Klingen: Manchester City empfängt im Viertelfinal-Hinspiel (21 Uhr/Dazn, Sky) im heimischen Etihad Stadium Atletico Madrid. Der Tabellenführer der Premier League geht dabei als leichter Favorit in das K.o.-Duell mit den Colchoneros, Offensiv-Apostel Pep Guardiola ist aber gewarnt vor der berüchtigten Betonabwehr von Diego Simeone, der schon andere Kaliber zu Fall gebracht hat.

Guardiola steht zudem eine Woche der Entscheidung bevor: Auf der Jagd nach dem ersten Champions-League-Titel für die Citizens folgt nach dem heißen Tänzchen gegen die unbequemen Simeone-Elf der Premier-League-Kracher gegen Liverpool, bei dem eine Titel-Vorentscheidung herbeigeführt werden könnte.

Atletico ist in der K.o.-Phase der Königsklasse ein echter Gradmesser für die Engländer, die im Achtelfinale mit Sporting Lissabon leichtes Spiel hatten. Großen Respekt zeigte Guardiola für seinen Amtskollegen Simeone. "Er ist ein Meister für die K.o.-Runde. Es gibt viele Spielchen während des Spiels, und er beherrscht die verschiedene Arten von Spielchen perfekt", meinte der Spanier zu Simeones berühmten Mätzchen an der Seitenlinie und dessen taktischen Finessen.

Atletico hat sich unterdessen nach einer sportlich schwierigen Phase von Dezember bis Februar im März wieder richtig in Form gebracht und in der Liga zuletzt sechs Siege in Serie gefeiert. Obendrein wurde Citys Stadtrivale United von den Madrilenen im Achtelfinale der Königsklasse eliminiert. Verzichten muss Simeone in der Abwehrschlacht gegen Manchesters Offensive auf Innenverteidiger Jose Maria Gimenez, der 27-jährige Uruguayer hatte sich am Wochenende gegen Alaves (4:1) verletzt.

Lazaro hofft auf Einsatz

Im zweiten Dienstagsspiel sind die Rollen indes klar verteilt. Während Benfica in der portugiesischen Meisterschaft auf dem besten Weg ist, erneut leer auszugehen, hegt Liverpool Titelhoffnungen noch in sämtlichen Bewerben. LFC-Coach Jürgen Klopp, der als Trainer erstmals auf das Team aus Lissabon trifft, lehnt die Favoritenrolle allerdings ab. "Die Leute sehen uns schon im Halbfinale, weil es Benfica ist. Das ist nichts für mich. Benfica ist extrem stark, besonders wenn man sie lässt", warnte der Deutsche.

Ob bei Benfica ÖFB-Teamspieler Valentino Lazaro gegen die Reds Spielminuten erhält, ist fraglich. In den beiden jüngsten Ligaspielen kam der 26-jährige Flügelspieler nicht zum Einsatz, am Freitag bei der 2:3-Niederlage seiner Mannschaft in Braga stand er nicht im Kader.