Eine höchst spannende Ausgangslage bietet das Viertelfinalduell der Champions League zwischen Atletico Madrid und Manchester City am Mittwoch (21 Uhr/Servus-TV). City-Coach Pep Guardiola trifft mit Atletico-Trainer Diego Simeone nicht nur auf eine konträre Fußballphilosophie, sondern auch jenen Mann, der ihn mit den Bayern 2016 im Halbfinale ausgeschaltet hat. Und nach der 0:1-Niederlage in Manchester scheint das auch am Mittwoch wieder im Bereich des Möglichen.

Seit Jahren läuft Guardiola in der Königsklasse dem Titel hinterher. Seit seinem letzten Triumph, damals mit dem FC Barcelona, sind sage und schreibe elf Jahre vergangen. Drei Mal schied er mit Bayern München frühzeitig aus, vier Mal mit Manchester City - ehe es in der Vorsaison immerhin bis zum Finale reichte. Gerade Guardiolas Manchester City scheiterte mitunter durchaus auch als großer Favorit: So wie 2017 (an Monaco), 2019 (Tottenham Hotspur) oder 2020 (Lyon).

Ähnlich klar verteilt sind die Rollen auch diesmal: Hier ManCity, der Leader der Premier League, dort Atletico Madrid, das zuletzt gegen Aufsteiger Mallorca verlor und in der Liga nur Vierter ist. Und doch treibt Guardiola die Angst vor dem erneuten Scheitern auf dem Weg zum großen Ziel um.

Schließlich steht auf der Gegenseite mit "Cholo" Simeone ein Antipode, der geballte Offensivkraft mit defensiver Schwerarbeit und effizienten Kontern auszubremsen weiß. "Ein 0:1 hier ist kein so schlechtes Ergebnis. In Madrid wird das eine ganz andere Partie", sagte "Atletis" Ex-City-Verteidiger Stefan Savic nach dem eher unansehnlichen Hinspiel in Manchester. Spielerisch wird sich nun wohl nicht viel ändern. "Wir werden so spielen, dass wir ihnen weh tun können", betonte der argentinische Star-Coach. Sein Kapitän Koke sah es genauso: "Wir spielen seit einer Dekade so, und uns macht es Spaß."