Die Stimmung nach dem Champions-League-Viertelfinale zwischen Atletico Madrid und Manchester City war auch lange nach Schlusspfiff nicht abgekühlt. Im Spielertunnel mussten Polizisten eingreifen, nachdem der englische Meister um Trainer Pep Guardiola das 1:0 aus dem Hinspiel mit einem hart erkämpften 0:0 in der spanischen Hauptstadt verteidigt hatte. Wie TV-Bilder zeigten, hatten sich die Profis von Manchester und Atletico in den Katakomben noch einiges zu sagen. Atletico-Verteidiger Sime Vrsaljko warf gar eine Plastikflasche auf einen City-Spieler. Die "Daily Mail" schrieb vom "Chaos von Madrid", der "Mirror" titelte "Verrückt, böse und gefährlich". Die wütenden Spieler mussten von Dritten getrennt werden.

Grund für die Eskalation war Zeitspiel der Guardiola-Elf in der Schlussphase der Partie. Referee Daniel Siebert pfiff nach 13 Minuten Nachspielzeit ab, nachdem Atleticos Verteidiger Felipe nach einem Foul aus Frust mit Gelb-Rot (90.+2) vom Platz gestellt worden war. Dabei kam es schon während des Spiels es zu Rudelbildungen. "Sie waren es, die Zeit verschwendet haben, weil sie sich in absurde Kämpfe verwickelt haben", so City-Verteidiger Aymeric Laporte. Auf Laporte und seine Teamkollegen wartet im Halbfinal-Schlager niemand geringerer als Real Madrid - mit David Alaba.

Klopp: "Schmiert mir eine"

Liverpool wiederum zog nach einem 3:1 im Hinspiel bei Benfica mit einem 3:3 ins Champions-League-Halbfinale ein. "Ich könnte nicht glücklicher sein", kommentierte Coach Jürgen Klopp. "Wenn der Tag einmal kommt, dass meine Mannschaft sich fürs Halbfinale qualifiziert und ich freue mich nicht, dann bitte schmiert mir eine." Die Tore für Liverpool gingen auf das Konto von Ibrahima Konate (21.) und Roberto Firmino (55., 65.), Benficas Aufholjagd startete zu spät. Jetzt wartet auf die Engländer Bayern-Bezwinger und Favoritenschreck Villarreal.