Sturm Graz hat Meister Salzburg die Generalprobe für das ÖFB-Cupfinale verpatzt und mit einem 2:1-Heimsieg vorzeitig den zweiten Platz in der Fußball-Bundesliga fixiert. Im Duell zweier völlig umgekrempelter Mannschaften behielten die Steirer erstmals in dieser Saison die Oberhand. Lukas Jäger (14.) und Jakob Jantscher (72.) trafen für Sturm, Benjamin Sesko sorgte vier Tage vor der großen Salzburger Doublechance für den zwischenzeitlichen Ausgleich (22.).

Im Kampf um die weiteren Europacupplätze trennten sich der WAC und Austria Wien mit einem 1:1-Remis, auch das Parallelspiel zwischen Rapid und Austria Klagenfurt endete mit einem Unentschieden (2:2), sodass in der Tabelle drei Runden vor Schluss alles unverändert bleibt. Die Wiener Austria liegt weiterhin punktegleich vor dem WAC auf Rang vier. Auf Rapid fehlen dem Duo zwei Punkte, der Vorsprung auf Klagenfurt bleibt ebenso bei zwei Punkten. Rapid wiederum hat nach dem überraschenden Sieg der Grazer gegen Meister Salzburg keine Chance mehr auf den Vizemeistertitel.

Das erste Erfolgserlebnis des Tages gab es für die Austria schon rund eineinhalb Stunden vor Anpfiff: Die Bundesliga gab bekannt, dass die Violetten ebenso wie SKN St. Pölten in der 2. Liga in zweiter Instanz die Lizenz für die kommende Saison erhalten haben. Dem Zweitligisten Wacker Innsbruck wurde hingegen aus finanziellen Gründen auch vom Protestkomitee die Spielgenehmigung verwehrt. Den Tirolern bleibt jetzt noch innerhalb der nächsten acht Tage der Gang vor das Ständige Neutrale Schiedsgericht, das bis Ende Mai in dritter und letzter Instanz entscheidet. Dabei dürfen keine Unterlagen mehr nachgereicht werden.

Salzburg schaut nur noch auf den ÖFB-Cup

Durch den überraschenden Sieg gegen die Salzburger steht Sturm nach dem 2:2 von Verfolger Rapid gegen Klagenfurt schon drei Runden vor Schluss als Vizemeister fest. Der Lohn ist der Einstieg in der Champions-League-Qualifikation. Die Gäste aus Salzburg hatten ihr erstes Ziel bereits am Sonntag abgehakt - und ordneten dem letzten verbleibenden, dem Sieg im ÖFB-Cup-Finale gegen Ried am 1. Mai, diesmal alles unter. Trainer Matthias Jaissle hatte nach der Meisterparty in Graz auch die Rotationsmaschine angeworden. Die zweite Saisonniederlage in der Bundesliga war die Folge. (apa)