Die WSG Tirol steht im Play-off um die Teilnahme an der Europacup-Qualifikation - und hat dort im Halbfinale auch Heimrecht. Die Tiroler fixierten den Sieg in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga am Samstag mit einem 4:2-Heimsieg gegen den TSV Hartberg. Die Hartberger dagegen müssen in der letzten Runde nächsten Freitag noch um den Klassenerhalt zittern. Nur zwei Punkte haben die Steirer wie Ried und die Admira auf Schlusslicht Altach gut.

Die Treffer für die WSG fielen durch ein Eigentor von Michael Steinwender (37.), die Stürmer Thomas Sabitzer (52.) und Giacomo Vrioni (71.) sowie den eingewechselten Alexander Ranacher (83.). Tore von Manfred Gollner (63.) und Seth Paintsil (86.) waren für Hartberg zu wenig. Der TSV war mit sieben Punkten aus den jüngsten drei Spielen im Hoch nach Innsbruck gereist, blieb dort aber lange farblos. Die Tiroler setzten ihren Höhenflug fort. Aus den vergangenen fünf Runden gab es 13 Zähler.

LASK und Ried trennten sich in der vorletzten Runde 1:1. Für beide Tore sorgten Spieler der Linzer: Kurz vor der Pause passierte Oumar Sako ein Eigentor (42.) Sako (Eigentor), ehe sein Mitspieler Sascha Horvath in der 66. Minute ausglich. Ein Sieg war dem neuen LASK-Coach Dietmar Kühbauer also auch in seinem zweiten Spiel nicht vergönnt. Nach dem Remis im Oberösterreich-Derby hat seine Mannschaft aber nun zumindest gute Chancen, das Europacup-Play-off gegen die WSG Tirol zu erreichen. Während die WSG vor der letzten Runde nicht mehr von Platz eins der Qualigruppe zu verdrängen ist, liegt der zweitplatzierte LASK je zwei Punkte vor Ried, Hartberg und der Admira. Ried hingegen muss weiter um den Klassenerhalt bangen. Nur zwei Punkte liegt man vor Schlusslicht Altach. 

Die Vorarlberger wahrten ihrerseits in der Südstadt die Chance auf den Klassenerhalt. Die Altacher gewannen bei der Admira dank Treffern von Atdhe Nuhiu (70.), Dominik Reiter (90.) und Stefan Haudum (95.) mit 3:0 und liegen damit vor der letzten Runde am Freitag jeweils zwei Punkte hinter den Südstädtern, Hartberg und Ried. Sollte der Ländle-Club am Freitag bei der als Qualifikationsgruppen-Sieger feststehenden WSG Tirol gewinnen, wäre er fix gerettet.

Dabei hatte lange Zeit alles auf einen vorzeitigen Abstieg von Altach hingedeutet. Christoph Monscheins Schuss in der neunten Minute wurde von Admira-Goalie Andreas Leitner entschärft, ansonsten hatten die Gäste in der ersten Hälfte keine halbwegs zwingende Chance mehr zu bieten.

Die beste Gelegenheit vor der Pause fand die Admira vor. Nach einem Volley von Jan Vodhanel landete der Ball vor den Füßen von Angelo Gattermayer, der aber vom Fünfer genau auf Altach-Schlussmann Tino Casali schoss (17.). In der Folge entwickelte sich ein Mittelfeldgeplänkel ohne Highlights, woran sich auch in der zweiten Hälfte zunächst nichts Wesentliches änderte.

Immerhin zeigte die Admira nach Wiederanpfiff vorerst mehr Zug zum Tor, ein von Casali über die Latte gewehrter Gattermayer-Versuch blieb aber die einzige Ausbeute aus dieser Phase (65.). Dafür schlugen die Altacher aus heiterem Himmel zu. Nosa Edokpolor brachte eine Flanke zur Mitte und Nuhiu konnte ungehindert einköpfeln (70.). Dieser Treffer hob das Selbstvertrauen der Altacher, Nuhiu verpasste mit einem Stangenschuss in der 75. Minute den Doppelpack.

Die Südstädter hingegen agierten zusehends verunsichert, kämpften vergeblich um den Ausgleich zeigten im Finish Zerfallserscheinungen. Reiter sorgte aus einem Konter in der 90. Minute für das zweite Altach-Tor, mit Haudum traf ein weiterer "Joker" in der 95. Minute zum Endstand. Damit kassierten die Niederösterreicher gegen Altach nach sechs Partien wieder eine Niederlage. Altach wiederum holte den sechsten Saisonsieg, den Fünften davon auswärts. Die Admira tritt zum Abschluss beim LASK an, außerdem kommt es zum Duell zwischen Hartberg und Ried. (apa)