Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam kann im für den Aufstieg entscheidenden EM-Spiel gegen Norwegen am Freitag (21 Uhr/ ORF 1) in Brighton wieder auf Laura Wienroither bauen. Die Arsenal-Legionärin hat eine Corona-Erkrankung samt leichten Symptomen überwunden und bekam am frühen Mittwochnachmittag dank eines passenden Blutbefunds grünes Licht für eine Rückkehr in den Trainingsbetrieb. Man müsse erst sehen, wie es ihr dabei gehe, sagte Teamchefin Irene Fuhrmann, nannte ihren Einsatz aber "absolut eine Option für Norwegen".

Wienroither war am Samstag positiv getestet worden und hatte deshalb das Duell mit Nordirland (2:0) am Montag verpasst. Zuvor hatte sie beim 0:1 gegen England im Eröffnungsspiel im Old Trafford durchgespielt. Nach mehreren negativen Testresultaten wurde sie am Dienstag medizinisch genauestens durchgecheckt. Dabei gab es keine Auffälligkeiten. Mit Katharina Naschenweng gibt es dafür seit Dienstag eine neue Corona-Patientin. Es kündigt sich ein ähnlicher Verlauf an. "Sie hat einen Schnupfen, es geht ihr grundsätzlich gut. Das ist das Entscheidende für mich", betonte Fuhrmann.

Die Corona-Thematik zieht sich somit wie ein roter Faden durch das Turnier. Schon zuvor hatte Stürmerin Lisa Kolb aufgrund eines positiven Ergebnisses gar nicht mitreisen können. "Es ist halt einfach nervig und bitter, weil uns immer wieder die eine oder andere Option fehlt", meinte die Teamchefin. Aufgrund der vergangenen zwei Jahre sei das Team aber bezüglich dieser Thematik gerüstet. "Sie gehen auch ganz positiv damit um, auch wenn es ihnen in der ersten Phase sehr leid tut für die Spielerin", so Fuhrmann. Für Trübsal blasen ist bei der Endrunde keine Zeit. "Es hilft nichts, wir müssen nach vorne schauen und sofort wieder lösungsorientiert sein", gab die Ex-Kickerin die Marschroute vor. Sehr wohl in der Hand hat das ÖFB-Team, die Turnierteilnahme über die Gruppenphase hinaus zu verlängern. Dafür reicht ein Punktgewinn. "Wir spielen auch für die Kathi, damit wir da weiterkommen und sie dann wieder Teil der Mannschaft sein kann", so Julia Hickelsberger-Füller.