Der Wechsel von Weltfußballer Robert Lewandowski aus München zum FC Barcelona steht unmittelbar vor dem Vollzug. Die beiden Clubs einigten sich mündlich auf den Transfer des polnischen Torjägers. Das bestätigten am Samstag sowohl Bayerns Vorstandschef Oliver Kahn als auch die Katalanen. Lewandowski soll laut Medienberichten zu Barca aufgebrochen sein und dort am Sonntag unterzeichnen.

"Das Vertragswerk steht noch aus", sagte Kahn am Samstag der "Bild"-Zeitung, Barca bestätigte das am frühen Samstagabend auf seiner Internetseite: "Der FC Barcelona und Bayern München haben eine Grundsatzeinigung über den Wechsel von Robert Lewandowski erzielt. Sie hängt noch davon ab, dass der Spieler den Medizincheck absolviert und die Verträge unterzeichnet werden."

Die Bayern erhalten für den 33-Jährigen Lewandowski eine kolportiere Ablöse von 45 Millionen Euro sowie bis zu fünf Millionen an Bonuszahlungen. Für den deutschen Rekordmeister erzielte Lewandowski seit seinem Wechsel aus Dortmund 2014 mehr als 200 Pflichtspieltreffer und war sechsmal Torschützenkönig der Bundesliga.

Vertrag ursprünglich bis 2023

Sein Vertrag in München wäre noch bis 2023 gelaufen. Lange hatte die Bayern-Führung auf die Erfüllung des Kontraktes gepocht. Nun aber lässt man Lewandowski ziehen. Laut Kahn habe es vor zwei Monaten weder ein Angebot für Lewandowski gegeben noch die Aussicht auf Alternativen. "Seitdem hat sich die Lage grundlegend geändert. Der FC Barcelona hat am Ende eine Summe geboten, bei der ein Verkauf für uns absolut sinnvoll ist", erklärte Kahn.

Zudem habe man zuletzt sehr erfolgreich auf dem Transfermarkt agiert und in Sadio Mané einen absoluten Weltklassespieler für die Offensive verpflichtet. "Daher haben wir uns nun mit dem FC Barcelona geeinigt", sagte Kahn.

Wann Lewandowski zum Barca-Team stoßen soll, war noch unklar. Spanischen Medienberichten zufolge wollte er in die USA fliegen, wohin die Mannschaft des FC Barcelona am Samstagnachmittag zu einer Tour und mehreren Spielen aufbrach. Allerdings zunächst ohne Trainer Xavi Hernández, der noch ein Visum benötigt. (dpa/apa)