Vizemeister Sturm Graz bekommt es in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions-League entweder mit dem ukrainischen Klub Dynamo Kiew oder Fenerbahce Istanbul aus der Türkei zu tun. Wie die Auslosung am Montag in Nyon ergab, tritt die Truppe von Trainer Christian Ilzer am 2./3. August erst auswärts an, das Heimspiel geht am 9. August über die Bühne. Zuvor duellieren sich Kiew und Fenerbahce an diesem beziehungsweise am Mittwoch kommender Woche.

"Sportlich gesehen ist jede der beiden Mannschaften natürlich ein echtes Hammerlos, und gegen uns als klarer Favorit einzuschätzen", meinte Sportchef Andreas Schicker auf der Vereins-Website. "Nichtsdestotrotz werden wir uns akribisch auf den Gegner vorbereiten und alles in die Waagschale werfen, um eine eventuelle Überraschung zu schaffen. Ich freue mich auf zahlreiche Unterstützer im Hinspiel und ein echtes Tollhaus in Liebenau im Heimspiel."

Immerhin blieben Sturm mit den Glasgow Rangers und Benfica Lissabon zwei vermeintlich härtere Nüsse erspart. Sollten die Grazer dieses Duell für sich entscheiden, stünde nur noch das Play-off zwischen ihnen und der Gruppenphase der Königsklasse. Scheiden die Blackys in der dritten Qualifikationsrunde aus, haben sie zumindest einen Platz in der Europa-League-Gruppenphase sicher.

Sollte sich Kiew wiederum gegen Fenerbahce durchsetzen, so würde das Auswärtshinspiel nicht in der Ukraine über die Bühne gehen. Aufgrund des russischen Angriffskriegs weicht das Team von Trainer Mircea Lucescu derzeit ins polnische Lodz aus. Dort steigt am Mittwoch die Partie gegen Fenerbahce.

Malta-Klub ebenfalls möglich

Der Wolfsberger AC trifft indessen in der dritten Qualifikationsrunde zur Conference League (4. und 11. August) entweder auf den maltesischen Klub Gzira oder den den serbischen Vertreter Radnicki Nis. Die Auslosung in Nyon bescherte am Montag auch dem SK Rapid Gewissheit: Nimmt Grün-Weiß an diesem beziehungsweise kommenden Donnerstag die Hürde Lechia Gdansk, trifft man in der dritten Qualifikationsrunde entweder auf Aris Limassol (Zypern) oder Neftci Baku (Aserbaidschan).

Gzira, Vierter der abgelaufenen maltesischen Meisterschaft, und Nis, in Serbien 2021/22 ebenfalls Vierter, bestreiten ihre Zweitrundenpartien (wie Rapid) diese und kommende Woche. Der WAC trägt das erste Spiel daheim aus, Rapid auswärts. Schon im Sommer 2021 eliminierten die Wiener in der Europa-League-Qualifikation ein zypriotisches Team: Famagusta.