Für Rapid beginnt am Donnerstag (19 Uhr/ORF 1) mit dem Heimspiel gegen Lechia Gdansk eine Europacup-Saison, die nach dem Geschmack der Hütteldorfer möglichst lange dauern soll. Grün-Weiß steigt in der zweiten Qualifikationsrunde zur Conference League ein - insgesamt drei Runden gilt es zu überstehen, um an der finanziell lukrativen Gruppenphase teilzunehmen. Drittrunden-Gegner wäre der Sieger aus Aris Limassol (Zypern) gegen Neftci Baku (Aserbaidschan).

So weit will Trainer Ferdinand Feldhofer aber noch nicht denken. "Der Fokus liegt ganz klar auf beiden Spielen gegen Lechia", betonte der Steirer. Die Polen, bei denen der österreichische Rechtsverteidiger und ehemalige St.-Pölten-Profi David Stec unter Vertrag steht, bezeichnete Feldhofer als "sehr gute Mannschaft, die gepflegten Fußball spielt. Wir haben aber natürlich auch ein paar Schwächen erkannt."

Lechia schaffte es mit einem Gesamtscore von 6:1 gegen den nordmazedonischen Vertreter Akademija Pandev in die zweite Runde. Der Start in die polnische Liga misslang am vergangenen Sonntag mit einer 0:3-Auswärtsniederlage gegen Wisla Plock. Dennoch ist Feldhofers Respekt groß. "Lechia ist ein sehr guter Gegner für die zweite Quali-Runde, eine echte Hürde. Wir werden sicher zwei sehr gute Leistungen brauchen. Der Schlüssel wird sein, daheim als Sieger vom Platz zu gehen."

Bei der Generalprobe, dem 1:0 in der ersten ÖFB-Cup-Runde in Treibach, offenbarte Rapid Steigerungspotenzial. "Da haben wir ein paar Aufschlüsse mitgenommen", meinte Feldhofer und nannte in diesem Zusammenhang Chancenverwertung, Passspiel, Restverteidigung, Positionsspiel und Standardsituationen. Der Rapid-Coach verfügt vor dem ersten Heimspiel der neuen Saison über eine große Personalauswahl, lediglich die Rückkehr der im Aufbautraining befindlichen Ferdy Druijf, Maximilian Hofmann und Roman Kerschbaum steht noch aus. Im Tor beginnt Niklas Hedl, ansonsten dürfte bei der Suche nach einer Stammformation noch die eine oder andere Position offen sein. "Es wird sich eine erste Elf herauskristallisieren, aber es wird nicht möglich sein, alle drei, vier Tage mit den gleichen elf, zwölf Spielern anzutreten. Da würde es ein böses Erwachen geben", erklärte Feldhofer.

Der Coach kann wieder auf Christopher Dibon zurückgreifen, der es nach vielen Verletzungen noch einmal wissen will. Die Hütteldorfer hoffen trotz bestem Badewetter auf zahlreiche Unterstützer - mit rund 12.000 Zuschauern wird gerechnet. Ein Zuckerl gibt es auch: Personen unter 14 Jahre haben freien Eintritt.