Rapid hat auf dem Weg in die dritte Qualifikationsrunde der Fußball-Europa-Conference-League noch ein hartes Stück Arbeit vor sich. Nach dem 0:0 in Wien ist vor dem Rückspiel beim polnischen Vertreter Lechia Gdansk am Donnerstag (19.45 Uhr/ORF 1) noch alles völlig offen. Die Hütteldorfer konnten nach dem erfolgreichen Start in die Meisterschaft am Sonntag mit einem positiven Gefühl am Mittwoch ins Flugzeug steigen.

Die Polen waren am Wochenende spielfrei. Die Liga kam dem Klub entgegen, verhalf ihm durch die Pause zu einer idealen Vorbereitung auf das Rückspiel. "Aus Regenerationsgründen ist Sonntag bis Donnerstag aber nicht das Problem", betonte Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer. Zudem kann eine Portion Selbstvertrauen nach dem Heim-1:0 gegen Ried, das Joker Bernhard Zimmermann in der 77. Minute fixierte, mitgenommen werden. "An der Ausgangslage hat sich nichts geändert. Wenn wir vor den zwei Partien der Favorit waren, dann sind wir es jetzt genauso. Und es war ja auch nicht so, dass wir im Hinspiel die schlechtere Mannschaft waren", verlautete der 42-Jährige. Viel spielerischer Glanz war da noch nicht dabei, ein Heimsieg wäre gegen den Vierten der abgelaufenen polnischen Saison aber sicher gerechter gewesen. "Im ersten Spiel war wenig Überraschendes, wir haben erwartet, dass sie wenig fürs Spiel machen werden. Das wird jetzt anders sein, sie werden mehr mitspielen wollen", vermutete Rapids Coach, der vor den Umschaltmomenten beim Gegner warnte. "Dass sie da gut sind, haben sie in Wien ein-, zweimal gezeigt, wo wir uns aber auch selber das Leben schwer gemacht haben." Wohl wieder keine Rolle wird Ex-Barcelona-Kicker Yusuf Demir spielen, bei dem es bei den Adduktoren "ein bisschen" zwickt. Die zuletzt fehlenden Emmanuel Aiwu (krank) und Patrick Greil (angeschlagen) traten hingegen fit die Reise an. In Polen könnte Rapid ein Geduldsspiel erwarten, Feldhofer sieht dem aber gelassen entgegen. "Schlussendlich ist es egal, wann wir das Führungstor schießen." Der erste Treffer könnte ein Schlüssel für den Erfolg sein. "Das wäre ein großer Schritt für den Aufstieg."