Auf Österreichs Frauenfußball-Vizemeister Sturm Graz wartet heute (21 Uhr) in der ersten Runde der Champions-League-Qualifikation ein großer Name. Die Grazerinnen treffen auf niemand Geringeren als Real Madrid. Die Mannschaft sieht es als "Bonusspiel", das sie als eine von vier Mannschaften eines Mini-Turniers in Madrid als klarer Underdog bestreitet.

"Für uns als Sturm ist das ein Super-Highlight, mir fällt keine Superlative ein, um das zu beschreiben", meinte Sturms sportlicher Leiter Mario Karner. Klar sei auch, dass die sportliche Herausforderung riesig ist und die Favoritenrolle klar bei den Madrileninnen liegt. Die Vorbereitung auf das "Spiel der Spiele" lief aber nicht optimal. "Wir hatten mit Verletzungen und Corona-Infektionen zu kämpfen", betonte Karner. Seit einer Woche seien aber wieder alle Spielerinnen im Training.

Sollte den Grazerinnen im Duell mit dem Dritten der spanischen Liga die Sensation gelingen, würden sie am Sonntag auf den Gewinner des Duells Manchester City gegen WFC Tomiris-Turan aus Kasachstan treffen. Von der Gruppenphase träumen darf lediglich der Sieger des Mini-Turniers. Er zieht in die zweite und zugleich letzte Qualifikationsrunde ein. Sturms ausgegebenes Ziel ist allerdings der dritte Turnierrang.

St. Pölten will in Gruppenphase

Meister SKN St. Pölten bestreitet ebenfalls heute (17 Uhr) sein erstes Spiel in der Qualifikation für die Königsklasse. Die Niederösterreicherinnen bekommen es in der ersten Runde in Skopje mit dem nordmazedonischen Champion ZFK Ljuboten zu tun. Gestalten die Österreicherinnen das Duell erfolgreich, wartet im Finale des Mini-Turniers entweder Dinamo-BGU Minsk aus Weißrussland oder Lok Stara Sagora aus Bulgarien.

Das Ziel der "Wölfinnen" ist ganz klar der Einzug in die Gruppenphase der Champions League. Im Vorjahr war bereits im Finalspiel der ersten Runde gegen Juventus Turin Endstation. Selbstvertrauen tankten sie jedenfalls am vergangenen Freitag mit einem 8:0-Erfolg gegen den SV Horn im Cup.(apa/tbr)