Der Auftakt in die Europa League ist Sturm Graz mit dem 1:0 gegen den FC Midtjylland noch gelungen, die Fortsetzung bei Feyenoord war dagegen ein Fiasko. Schon zur Pause (0:4) war die Partie verloren, am Ende stand es 0:6. Die Grazer rutschten dadurch ans Tabellenende, allerdings halten alle Mannschaften nach zwei Spieltagen bei drei Punkten, da Lazio Rom völlig überraschend bei Midtjylland in Dänemark verlor. Und zwar gleich mit 1:5.

Die Niederländer gingen daheim naturgemäß als Favorit ins Spiel, was sich nicht nur daran bemaß, dass Feyenoord über einen aktuellen österreichischen Teamspieler im Kader verfügt, Sturm hingegen über keinen einzigen. Rotterdam war im Vorjahr immerhin in einem Europacup-Finale, im Endspiel der erstmals ausgetragenen Conference League unterlag man dem AS Rom 0:1. Dennoch war Sturm-Trainer Christian Ilzer durchaus optimistisch im Vorfeld der Partei, Feyenoord hatte den Auftakt gegen Lazio zudem in den Sand gesetzt (2:4).

Emegha erlitt Schulterverletzung

Es war dann aber nur am Anfang ansprechend, was Sturm offenbarte. Nach ein paar Halbchancen, durchaus auch für die Gäste aus Graz, traf der Iraner Alireza Jahanbakhsh nach neun Minuten zur Führung. Kurz danach verunglückte Emanuel Emegha, der niederländische Stürmer der Steirer, der in Rotterdam beim Lokalrivalen gespielt hatte, bei einem Zweikampf. Er verdrehte sich die Schulter und musste verletzt raus.

Es war dann das Gegenteil dieser Erwartung. Der Iraner Alireza Jahanbakhsh traf schon nach neun Minuten zur Führung. Kurz danach verunglückte noch dazu Emanuel Emegha, der niederländische Stürmer der Steirer, der in Rotterdam beim Lokalrivalen gespielt hatte, bei einem Zweikampf. Er verdrehte sich die Schulter und musste verletzt raus. Er hatte bisher in sechs Partien drei Treffer erzielt.

Die Grazer schüttelten sich kurz. Böving versuchte artistisch eine Flanke zu vollenden (20.), doch nach einer halben Stunde stand es bereits 0:3. Erst bezwang Hancko nach einem Fersler-Doppelpass und etwas Glück Jörg Siebenhandl mit einem Schuss durch die Beine. Dann schob Danilo nach Kurzpassspiel ein. Fast jeder Schuss war in dieser Phase ein Treffer. Dazu passte, dass sich ein abgefälschter Jahanbakhsh-Versuch über den vergeblich fliegenden Siebenhandl zum 4:0 in die Maschen senkte.

Besserung brachte der Seitenwechsel nicht. Der eingewechselte Gimenez per Kopf (66.) und Idrissi mit einem abgefälschten Distanzschuss (78.) legten den fünften und sechsten Treffer gegen eine Defensive nach, die zuletzt drei Spiele in Folge ohne Gegentor geblieben war.

Austria unterliegt Posen

Auch für die Wiener Austria gab in der Conference League am Donnerstag eine deftige Niederlage. Gegen Lech Posen unterlagen die Wiener mit 1:4, waren jedoch zumindest einem Punkt deutlich näher als Sturm. Zwar gingen die Polen durch Ishak nach einem Konter (27.) in Führung, aber die konnte Matthias Braunöder rasch ausgleichen (29.). Und wenige Minuten später hatte Manfred Fischer per Elfmeter die große Chance auf das 2:1, vergab jedoch.

Austrias Reinhold Ranftl und Lechs Torschütze Michal Skoras. 
- © REUTERS

Austrias Reinhold Ranftl und Lechs Torschütze Michal Skoras.

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Es war lange ein Spiel auf Augenhöhe, auch nach der Pause. Doch im Gegensatz zu dem diesmal in Weiß-Pink auftretenden Violetten traf dann der polnische Meister, wenn auch nicht ganz unverdient, nach etwas mehr als einer Stunde. Das 3:1 resultierte aus einer Einzelaktion im Strafraum durch den eingewechselten Norweger Kristoffer Velde, der Schalke-Leihgabe Reinhold Ranftl unschön einpackte, und Velde besorgte auch nach einem Freistoß den vierten Treffer mit einem flachen Schuss von der Strafraumgrenze. Im Parallelspiel bezwang Villareal Hapoel Beer Sheva 2:1.(apa/sir).