Kaum war am Sonntagabend der Spielplan der Qualifikationsgruppe F für die Fußball-EM 2024 publiziert, wurde er von der Uefa auch schon wieder zurückgerufen. Als Grund wurde "ein Problem mit einem Qualifikationsgruppenkalender" genannt. Allerdings wurde am Montag der ursprüngliche Spielplan der Österreich-Gruppe wieder bestätigt, obwohl für die Elf von Ralf Rangnick doch ein kleines "Problem" mit dem Spielplan existiert.

Zwar gibt es gewiss einen Auftakt nach Maß mit zwei März-Heimspielen gegen die (vermeintlichen) Nachzügler Aserbaidschan (24. März) und Estland (27. März), wo sechs Punkte eingeplant werden können. Dann kommt es allerdings im Juni - nach Saisonende - zu einem heißen Ausklang gegen die beiden Konkurrenten um die zwei Gruppentickets für Deutschland. Zunächst müssen David Alaba und Co. am 17. Juni das Auswärtsspiel bei Topfavorit Belgien bestreiten, um nur drei Tage später (20. Juni) im Schlüsselspiel zu Hause gegen Schweden anzutreten. Pikant ist nun, dass die Österreicher klarerweise alles andere denn ausgeruht in diese Partie gehen werden, während die Drei-Kronen-Elf zuvor spielfrei ist und also viel Vorbereitungszeit haben wird. Vor dem Rückspiel in Schweden (12. September) ist zwar die ÖFB-Auswahl spielfrei, allerdings treten die Wikinger davor "nur" in Estland an.

Auch der Oktober-Termin fällt für Österreich nicht wirklich ideal aus: Nach dem Heim-Schlager gegen den Weltranglistenzweiten Belgien am 13. Oktober, muss die weite Reise nach Aserbaidschan angetreten werden (16. Oktober), wo möglicherweise ein Sieg Pflicht ist. Idealerweise wird das EM-Ticket dann zum Abschluss in Estland (16. November) zelebriert.

Wenn nicht, kann sich die ÖFB-Elf ziemlich sicher um eines von drei Tickets via Nations-League-Play-off anstellen.(may)