Vor den internationalen Highlights nächste Woche geht es für Red Bull Salzburg und Sturm Graz in der nationalen Meisterschaft im direkten Duell um die Tabellenführung. Der Titelverteidiger empfängt am Samstag (17 Uhr/Sky) den Verfolger aus Graz, der mit einem Sieg die Salzburger an der Spitze ablösen kann. Die Bullen-Elf ist vorgewarnt, haben sie doch ihre einzige Saisonniederlage in Graz kassiert.

In der vergangenen Saison lag Salzburg nach zwölf Runden ebenfalls vor Sturm an der Tabellenspitze - damals aber mit elf Punkten Vorsprung. Nun geht die Mannschaft von Matthias Jaissle mit nur zwei Zählern Guthaben in das Spitzenspiel. "Sie machen es in dieser Saison sehr gut, großes Kompliment an den Trainer und die Mannschaft. Sie marschieren ähnlich wie wir durch die Liga. Sie setzen das fort, was sie letzte Saison begonnen hatten, haben sehr gute Transfers im Sommer gemacht", lobte Jaissle. Und er betont: "Auch wenn noch der eine oder andere Kracher wartet, jetzt zählt nur Sturm." Nicht zuletzt in Erinnerung an das erste Saisonduell tut der Tabellenführer gut daran. Das 2:1 von Sturm dank eines Doppelpacks des mittlerweile verkauften Rasmus Höjlund am 30. Juli ist die bisher einzige Niederlage der Salzburger in den 19 Pflichtspielen dieser Saison.

"Wir wollen den Salzburgern in ihrem Stadion eine Intensitätsschlacht liefern und uns zutrauen, auch dort mit unserer Art und Weise von Fußball bestehen zu können. Wenn es uns gelingt, in allen Bereichen unser Potenzial abzurufen, sind wir für jedes Team ein extrem unangenehmer Gegner. Wir fahren nicht nach Salzburg zum Sightseeing, sondern um das Spiel zu gewinnen", kündigte indes Sturm-Trainer Christian Ilzer.

Austrias Cup-Blamage

Bei der Wiener Austria hatte man indes am Donnerstag sehrwohl das Gefühl, dass die Spieler zum Sightseeing in Dornbach sind - denn von einem Klasseunterschied war bei der verdienten 1:3-Cup-Blamage gegen den Regionalligisten Sport-Club absolut nichts zu bemerken. Nun wartet am Sonntag der schwere Gang zum Tabellendritten LASK. "Anspruch und Wirklichkeit sind bei dem einen oder anderen klar auseinandergedriftet. Da müssen wir noch einmal klare Worte finden", meinte Austria-Coach Manfred Schmid zerknirscht.