Zuerst der Sieg in der Europa League, nun der erstmalige Aufstieg in die K.o.-Phase der Champions League: Eintracht Frankfurt schreibt weiter Geschichte - und der österreichische Trainer Oliver Glasner ist drauf und dran, sich ein Denkmal gleich neben dem Römer zu schaffen. Mit dem 2:1-Sieg über Sporting Lissabon am Dienstagabend haben sich die Hessen als Zweiter der Gruppe D hinter Tottenham das Ticket fürs Achtelfinale geschnappt. Aus den Gruppen A bis C sind zudem Napoli, Liverpool, Porto, Club Brügge sowie Bayern und Inter weiter. Die Münchner sind nach dem 2:0-Sieg über die Mailänder die einzige Mannschaft, die alle sechs Spiele gewinnen konnte. Die letzten Achtelfinalisten werden heute Abend ermittelt, auch Salzburg hofft auf einen Sieg gegen den AC Milan, der das Weiterkommen bedeuten würde.

Für Eintracht, das das Spiel gegen die Portugiesen durch Treffer von Daichi Kamada (Elfmeter) und Randal Kolo Muani drehen konnte, soll die Reise durch Europa noch möglichst lange weitergehen. Zunächst aber war Glasner stolz, wie die Mannschaft die schwache erste Hälfte weggesteckt und weitergekämpft haben. "Es ist Wahnsinn, was die Spieler einfach immer wieder leisten, wie sie auch mit Rückschlägen immer wieder umgehen", sagte der Oberösterreicher.

Im Achtelfinale sind Spiele gegen europäische Schwergewichte fast garantiert. "Jetzt gibt es nur noch ganz große Kaliber und Weltstars, die da kommen", sagte Kapitän Sebastian Rode. "Wir sind nicht chancenlos, aber sicher der Außenseiter." Als Vorbild nimmt man sich nun Villarreal, das in der vergangenen Saison bis ins Halbfinale vorgestoßen ist. "Sie haben es vorgemacht: Top 16 in Europa, und irgendwie so auf leisen Sohlen so ein verträumtes Villarreal - das ist etwas, was ich mir durchaus vorstellen kann", sagte Vorstandschef Axel Hellmann. Auch Club Brügge ist nach den bisherigen Vorstellungen eine weitere Überraschung zuzutrauen. Die Belgier setzten sich sensationell und vorzeitig in ihrer Gruppe gegen Leverkusen und Atletico Madrid durch. "Wer das vorausgesagt hätte, wäre ins Irrenhaus gesteckt worden", sagte Trainer Carl Hoefkens.(tamsl/apa)