In der letzten englischen Woche des Jahres mobilisiert die Austria noch einmal alle Kräfte. Der Abschied aus der Fußball-Conference-League ist für die Wiener bereits vor dem letzten Gruppenspiel bei Hapoel Be’er Sheva am Donnerstagabend (21 Uhr/ORF1, Sky) nicht mehr abzuwenden. Im Süden von Israel soll zum Abschluss zumindest der erste Gruppensieg herausschauen. Hapoel wartet ebenfalls noch auf den ersten Dreier, kann den Einzug in die K.o.-Phase aber noch schaffen.

Mittwochfrüh brachen die Violetten nach Tel Aviv auf, von dort ging es in die 200.000-Einwohner-Stadt weiter. Trainer Manfred Schmid war noch am Abwägen, mit welcher Startelf er einlaufen wird. Wie Reinhold Ranftl nach dem 2:1 gegen Altach am Wochenende anmerkte, käme die Mannschaft "schon am Zahnfleisch daher". Drei Tage nach Be’er Sheva wartet auf die Austria am Sonntag das für einen Top-Sechs-Platz wichtige Auswärtsspiel bei der formstarken WSG Tirol. "Wir überlegen doch, auf der einen oder anderen Position etwas zu machen. Auch wenn ich viel mit den Jungs gesprochen habe und alle signalisiert haben, dass sie spielen wollen", meinte Schmid vor dem Abflug aus Wien. "Jeder will im Europapokal spielen, weil Europapokal ist eben Europapokal." Eine 500.000 Euro Siegprämie der Uefa ist ebenso Zusatzmotivation wie drei Punkte in der Uefa-Wertung, welche die Austria laut Schmid für Österreich holen will. "Wir wollen nichts liegen lassen", betonte der Coach.

Im Hinspiel in Wien trennten sich die Austria und der aktuelle Dritte der israelischen Super League mit einem 0:0. Für die Wiener waren es zwei verlorene Zähler, die nun fehlen. Schmid sieht die Kontrahenten erneut "auf Augenhöhe. Jetzt kommt noch der Heimvorteil dazu, sie haben in Heimspielen eine ziemliche Wucht gezeigt". Zwei wichtige Spieler muss die Austria weiter vorgeben. Der im Adduktorenbereich verletzte Lukas Mühl fehlt ebenso wie der seit einigen Wochen gesundheitlich angeschlagene Andreas Gruber. Ersterer könnte allerdings für das Spiel gegen die WSG zurückkommen.