Nach dem bitteren Europacup-Aus am Donnerstag geht es für Sturm Graz in der Bundesliga darum, mit Tabellenführer Red Bull Salzburg Schritt zu halten. Die Grazer sind dabei am Sonntag (14.30 Uhr/Sky) in einer mit wohl mehr als 6.000 Zuschauern gut gefüllten Cashpoint-Arena in Altach gefordert. Minimalziel der Gäste im Duell des Neunten mit dem Zweiten ist der Ausbau der ungeschlagenen Serie auf zehn Partien, was den Steirern zuletzt im Herbst 2016 geglückt war.

Um die Reisestrapazen so gering wie möglich zu halten, flog die Truppe von Coach Christian Ilzer am Freitagnachmittag direkt aus Dänemark nach Friedrichshafen, um sich im Ländle auf die Partie einzustimmen. "Mein Job ist es, das Team wieder aufzurichten", betonte Ilzer nach dem 0:2 beim FC Midtjylland, das trotz achtPunkten das Ende des Europa-League-Abenteuers als Gruppenletzter bedeutete. Ein herber Dämpfer für eine diese Saison so erfolgreiche Mannschaft.

"Die Stimmung wird auch morgen und übermorgen nicht so gut sein. Jetzt liegt es an uns, dass wir bis Sonntag wieder alle den Kopf hochkriegen und in Altach eine Reaktion zeigen. Dort werden wir wieder versuchen zu zeigen, wer wir sind, was wir können und besser spielen als hier", versprach Außenverteidiger Jusuf Gazibegovic. Den Vorarlbergern kam die internationale Niederlage des Gegners nicht so recht. "Man hat schon die Enttäuschung bei den Sturm-Spielern gesehen, aber ich glaube, dass es eher eine Trotzreaktion sein wird. Sie werden sich neue Ziele stecken, den Abstand zu Salzburg verringern wollen. Das sind alles sehr gute Fußballer, ich sehe das eher als gefährlicher", erklärte Altach-Trainer Miroslav Klose.

"Go west" heißt es am Sonntag auch für die Wiener Austria, die sich am Donnerstag ebenfalls als Gruppenletzter (der Conference League) aus dem Europacup verabschieden musste - mit einer 0:4-Abfuhr gegen Hapoel Be’er Sheva in Israel. Für Bundesliga-Gegner WSG Tirol, die zuletzt drei Mal gewinnen konnte, kommen die Violetten da gerade recht, um Platz vier zu festigen. Die Elf von Manfred Schmid will sich von den internationalen Enttäuschungen indes nicht bremsen lassen und vor der Winterpause in den Top 6 für die Meistergruppe bleiben. "Am besten noch mit zwei Siegen", wie Schmid erklärte.