Senegals Fußball-Nationalteam muss bei der WM in Katar aller Voraussicht nach auf seinen besten Spieler verzichten. Laut einem Bericht der französischen Sportzeitung "L'Equipe" werde Offensivstar Sadio Mane wegen einer Sehnenverletzung nicht am Turnier teilnehmen können und mehrere Wochen ausfallen. Der Bayern-Akteur musste am Dienstag beim 6:1-Kantersieg des deutschen Rekordmeisters gegen Werder Bremen ausgetauscht werden.

Trainer Julian Nagelsmann hatte nach der Partie von einem "Schlag auf das Schienbeinköpfchen" berichtet. Eine Röntgenuntersuchung sollte Klarheit bringen. Davor hatte Co-Trainer Dino Toppmöller bezüglich der Blessur von Afrikas Fußballer des Jahres noch leichte Entwarnung gegeben gehabt. "Es sollte nicht allzu ernst sein, seine Teilnahme an der WM sollte nicht in Gefahr sein." Nun dürfte die Verletzung doch ärger sein. Der 30-Jährige hatte sich bei einem Zweikampf verletzt und schon nach 20 Minuten den Platz verlassen.

Für Romelu Lukaku könnte es eng werden. 
- © reuters / Evgenia Novozhenina

Für Romelu Lukaku könnte es eng werden.

- © reuters / Evgenia Novozhenina

Senegal-Teamchef Aliou Cissé gibt seinen 26-köpfigen WM-Kader am Freitag bekannt. Sein Team startet am 21. November gegen das Team der Niederlande, weitere Gegner sind Gastgeber Katar und Ecuador.

Wettlauf mit der Zeit

Mit dem Deutschen Thomas Müller kämpft ein weiterer Bayern-Star um seine WM-Fitness. Er pausierte am Dienstag erneut wegen seiner muskulären Probleme und wird auch am Samstag im letzten Ligaspiel des Jahres bei Schalke 04 nicht zum Einsatz kommen. "Gut, alles in der Spur", sagte der 33-Jährige allerdings hinsichtlich der WM. "Die Chance einer Verletzung ist schon da, wenn er jetzt zu früh einsteigt. Ich würde ihm einfach gerne die Ruhe noch geben vor der WM, die Struktur komplett ausheilen zu lassen", erläuterte Nagelsmann. Müller wurde zuletzt von Problemen an Rücken, Hüfte und Adduktoren gestoppt.

England dürfte ziemlich sicher auf Reece James verzichten müssen. Britische Medien berichteten am Mittwoch, dass der 22-jährige Rechtsverteidiger von Chelsea das Turnier wegen seiner Knieverletzung verpassen wird. Die Three Lions bekommen es bei der ersten WM-Hürde am 21. November mit dem Iran zu tun.

Bangen um Lukaku

Auch im belgischen Lager gibt es ein großes personelles Fragezeichen. Stürmerstar Romelu Lukaku macht weiter eine Oberschenkelverletzung zu schaffen. Teamchef Roberto Martinez gibt am Donnerstag seinen Teamkader bekannt, ob mit oder ohne dem Inter-Star, der seit August nur zwei Kurzeinsätze bei seinem Klub hatte, ist noch offen. "Die Entscheidung wird kurz vor der Kaderbekanntgabe erfolgen. Wenn er so fit ist, dass er in einem der drei Gruppenspiele dabei sein kann, wird er im Team sein. Wenn sich das nicht ausgeht, wird er nicht nominiert", erklärte Martinez.

Zeichen leichter Besserung würden Hoffnung geben. Belgien startet am 23. November gegen Kanada, weitere Gegner sind vier Tage später Marokko und am 1. Dezember Kroatien. (apa/dpa/reuters)