Die 16. Runde des österreichischen Bundesliga - die letzte vor Beginn der WM in Katar - wartet am Wochenende lediglich mit einem Schlagerspiel auf: LASK vs. Sturm Graz (Sonntag, 17 Uhr). Tatsächlich sind die Linzer der einzige Verein, der die Steirer in dieser Saison bezwungen hat. Am 20. August bescherte das Tor von Keito Nakamura den Linzern einen 1:0-Auswärtssieg. Seine damalige Tabellenführung ist der LASK zehn Runden später längst los, doch das Kräftemessen steht unverändert als tabellarisches Spitzenspiel am Programm. "Das sind immer diese Spiele, auf die man sich schon die ganze Woche freut", sagte LASK-Goalie Alexander Schlager.

Aus Sicht der Oberösterreicher wird es aber noch spezieller: Die ausverkaufte Partie ist zugleich der letzte Ligaauftritt der Linzer in Pasching, ehe im Frühjahr die neue Arena in Linz bezogen wird. "Es waren bis jetzt sehr schöne Erinnerungen. Ich hoffe, dass am Sonntag die nächste schöne Erinnerung dazukommt", sagte Schlager über das Ziel vor der dreimonatigen Pause. Auch Coach Dietmar Kühbauer ist auf Sieg gepolt. Die Gegner-Analyse fiel dem Burgenländer offenbar nicht schwer. Jeder kenne den Ilzer-Style, so Kühbauer: "Sie arbeiten extrem gegen den Ball. Sie wollen den Gegner sehr schnell unter Druck setzen, vertikal spielen und schnell zu Abschlüssen kommen. Es ist kein überraschendes Spiel, aber trotzdem ein schwieriges Spiel."

Geht es nach Sturm Graz, soll ein "goldener Oktober" nicht in einen sieglosen November münden. Nicht die Leistung des 1:1 in Altach, sondern das aberkannte 2:1 brachte Christian Ilzer zuletzt auf die Palme. Dass das Team drei Tage nach dem Europacup-Aus in Altach hungrig wirkte, wertete der Trainer als Beweis für die Arbeitsmoral seiner Truppe. "Es war ein hoch spannender Herbst mit vielen Emotionen", sagte Ilzer am Donnerstag. "Aber wir sind noch nicht am Ende. Es herrscht nicht pure Zufriedenheit, das Feuer lodert." Acht Partien mehr in den Beinen als der Gegner sollen kein zum Jahresausklang kein Stolperstein sein.

Trainings- und Testwochen

Nach diesem Wochenende erwartet alle Bundesliga-Klubs eine rekordverdächtig lange Winterpause - aufgrund der Winter-WM in Katar geht es erst wieder in drei Monaten ab Mitte Februar weiter. Einen allzu ausgedehnten Urlaub können die Profis trotzdem nicht genießen - alle zwölf Vereine haben vor Weihnachten genügend Trainings und Tests eingeplant.

Meister Salzburg etwa hält von 4. bis 8. Dezember ein Kurztrainingslager auf Malta ab. Dabei absolvieren die Salzburger am 7. Dezember auch ein Testspiel gegen den italienischen Vizemeister Inter Mailand. Das gab der Klub am Freitag bekannt. Mit Torhüter Philipp Köhn, Noah Okafor, Luka Sucic und Strahinja Pavlovic werden die Salzburger aller Voraussicht nach gleich vier Fußballer für die Endrunde in Katar abstellen. Auch bei Sturm Graz ist das Programm im Wesentlichen bereits festgezurrt. Die Profis bleiben nach dem Auswärts-Duell am Sonntag mit dem LASK im Trainingsbetrieb, ihr dreiwöchiger Urlaub startet unmittelbar nach dem einwöchigen Übungscamp vom 2. bis 9. Dezember in Marbella. Bis dahin wollen die Steirer mehrere Testpartien absolvieren.

Im Gegensatz dazu schickt der Trainer des Linzer ASK, Dietmar Kühbauer, seine Schützlinge nach dem Sturm-Match auf Urlaub. Danach warten auf die Linzer von 30. November bis Mitte Dezember regelmäßige Einheiten, ehe ein weiterer Urlaub bis 2. Jänner auf dem Programm steht. Für Rapids Team gibt es nach dem Spiel gegen Hartberg ebenso einige freie Tage, der Trainingsstart samt Testungen erfolgt am 21. November. Der Urlaubsbeginn ist für den 15. Dezember - sechs Tage nach der Testpartie im Allianz-Stadion gegen Schalke 04 - angesetzt. Bei Austria Klagenfurt hingegen wird der Trainingsbetrieb ohne Unterbrechung fortgesetzt, am 19. und 20. November steigt nämlich der Wörthersee Cup mit Hertha BSC, 1860 München und York United.