Vor dem abschließenden Highlight des Länderspieljahres 2022 am Sonntag (20.45 Uhr) in Wien gegen Europameister Italien haben Österreichs Fußball-Nationalspieler am Mittwoch (18 Uhr/ORF 1) in Malaga noch einen Test gegen Andorra zu absolvieren. Es ist das erste Kräftemessen des ÖFB-Teams mit dem Zwergstaat aus den Pyrenäen, der über keine namhaften Profis verfügt. Für sinnlos halten die Kicker das Duell mit der Nummer 151 der Fifa-Weltrangliste deswegen aber nicht. Ein Spiel auszutragen, war für den ÖFB ohnehin alternativlos. Die Zentralvermarktung der Uefa schreibt es vor. "Wenn man eine Woche durchtrainiert, kann man vielleicht noch extremer den Fokus legen", meinte Offensivmann Christoph Baumgartner im Teamcamp in Marbella. Man müsste die Belastung nicht steuern. "Aber es gibt keine bessere Übung als im Wettkampf. Da ist noch einmal eine andere geistige Bereitschaft da als im Training." Es mache Sinn, den Test "als Wettkampfeinheit" zu sehen. "Wenn man als Fußballer aufs Feld geht, will man die Spiele auch gewinnen. Das haben wir alle in uns", betonte Baumgartner.

"Ich möchte nicht wissen, was passieren würde, wenn wir das Spiel verlieren würden. Da würde jeder draufhauen auf uns", meinte Mittelfeldmann Xaver Schlager. Insofern werde man nicht schlecht vorbereitet in die Partie gehen. Nach einem langen Herbst noch Testspiele zu absolvieren, sei nie einfach. Im März beginne aber bereits die EM-Qualifikation. "Der letzte Eindruck ist oft das, was zählt. Daher muss sich jeder beweisen." Schlager war unter Teamchef Ralf Rangnick bisher gesetzt. "Wir haben aber junge, neue Spieler dabei - interessante Spieler. Die haben die Chance verdient, sich zu zeigen", erklärte der 25-Jährige. Es dürfte einiges ausprobiert werden gegen Andorra. Rangnicks Wunsch nach mehr erlaubten Spielertäuschen wurde allerdings nicht erfüllt, weil es sich um ein offizielles Länderspiel handelt. Mit dem Kalender habe man ohnehin keine Wahl, meinte Schlager. "Wir haben eine Woche Zeit und werden sie bestmöglich nutzen." Zum Jahresabschluss wartet Italien. "Das ist schon noch einmal ein Highlight zum Abschluss zu Hause", betonte Baumgartner.