Nach einem souveränen Start steht Frankreich bei der Fußball-WM in Katar ein erster echter Leistungstest bevor. Der Titelverteidiger trifft am Samstag (17 Uhr/Servus-TV) in Doha im Duell der beiden Topteams der Gruppe D auf Dänemark und würde mit einem Sieg im Achtelfinale stehen. Die Nordeuropäer haben zum Auftakt gegen Tunesien (0:0) nicht überzeugt, ziehen aber aus den jüngsten zwei Duellen mit dem Weltmeisterteam, die siegreich verliefen, viel Selbstvertrauen. Im Unterschied zu anderen Topteams wie Deutschland oder Argentinien ist die Equipe Tricolore ihrem Anspruch gleich im ersten Spiel gerecht geworden. Beim 4:1 über Australien ließ die Offensive um Kylian Mbappe und Olivier Giroud, nach einem Doppelpack mit 51 Treffern gemeinsam mit Thierry Henry Rekordtorschütze der Franzosen, den Ausfall von Weltfußballer Karim Benzema vergessen. "Es ist eine große Ehre, aber ich habe jetzt nicht vor, zu stoppen", erklärte Giroud.

Sorgen macht Teamchef Didier Deschamps auch eher die Defensive. Der 54-Jährige muss nach dem Ausfall von Lucas Hernandez wegen Kreuzbandrisses notgedrungen umstellen, dessen Bruder Theo zeigte allerdings als Ersatzmann gegen Australien eine starke Leistung. Zudem berichteten französische Medien, dass Benjamin Pavard seinen Platz als Rechtsverteidiger verlieren könnte. Sein Coach war mit dessen taktischer Leistung gegen die Socceroos offenbar nicht zufrieden. "Wir haben gegen Australien vier Chancen zugelassen. Sie können sagen, das sind vier zu viel", meinte Deschamps am Freitag. Die Franzosen sind jedenfalls gewarnt. In der Österreich-Gruppe der Nations League hat Dänemark beide Duelle gewonnen und traut sich auch den dritten Sieg hintereinander zu. "Wir haben sie in der Nations League geschlagen, wir wissen also, dass wir das können", sagte Kapitän Simon Kjaer.