Cristiano Ronaldo verabschiedet sich nach zwei Jahrzehnten in den höchsten Spielklassen in Portugal, England, Spanien und Italien aus Europa und heuert beim saudischen Klub Al-Nassr FC an. Das bestätigte der Klub, der 17 Mal die nationale Liga und einmal (1998) den asiatischen Cup-Sieger-Pokal gewonnen hat am Freitagabend. Schon während der WM in Katar war über den Wechsel spekuliert worden.

Ronaldo war im Jahr 2021 von Juventus zu Manchester United gewechselt. Die Rückkehr nach Old Trafford, seiner ersten Station außerhalb Portugals, verlief für den mittlerweile 37-Jährigen unbefriedigend, fand er sich doch oftmals auf der Bank wieder und kam in eineinhalb Jahren nur auf 40 Partien. Der vermeintliche Misserfolg ist freilich relativ zu betrachten, denn immerhin schoss der Portugiese 19 Tore, also durchschnittlich fast in jedem zweiten Spiel eines. In seiner Hochphase bei Real Madrid war er jedoch in 292 Partien auf 311 Tore gekommen.

Der US-Sender CBS Sports berichtete von einem Vertrag für Ronaldo über zweieinhalb Jahren und berief sich auf eine Quelle, die dem Verein nahestehen würde. Spanische Medien hatten über einen mehrjährigen Deal berichtet, der auch nach Ronaldos aktiver Zeit weiterlaufe, nämlich als Botschafter der WM-Bewerbung Saudi-Arabiens. Das Land bemüht sich gemeinsam mit Ägypten und Griechenland um die Ausrichtung der WM 2030.

Bei Al-Nassr wird Ronaldo auf einige bekannte Fußballer treffen, die im Spätherbst ihrer Karriere ebenfalls nach Riad gezogen sind. Der bekannteste Mitspieler ist der Brasilianer Luiz Gustavo, auch schon 35 Jahre alt, der bei Hoffenheim, Bayern und Wolfsburg spielte. Ebenfalls unter Vertrag bei Al-Nassr steht der kolumbianische Rekord-Internationale David Ospina. (red)