Vor vier Jahren kämpfte Thomas Panny (r.) bei der WM noch mit Spielern wie Jozy Altidore (l., USA) um den Ball. Heute spielt er in der Wiener Liga und ist froh, bei der Feuerwehr zu sein. - © EPA
Vor vier Jahren kämpfte Thomas Panny (r.) bei der WM noch mit Spielern wie Jozy Altidore (l., USA) um den Ball. Heute spielt er in der Wiener Liga und ist froh, bei der Feuerwehr zu sein. - © EPA

Wien. Mit seinem neuen Verein möchte er so viele Punkte wie möglich holen und natürlich, sagt Thomas Panny, denkt er auch an den Meistertitel, schließlich sei der das Ziel des Vereins. Das sind keine ungewöhnlichen Ziele für einen 24-jährigen Fußballer, schon gar nicht, wenn er sich als ehemaliger U20-WM-Teilnehmer bezeichnen darf. Doch der Verein, von dem Panny spricht, spielt in der Wiener Liga, der fünften österreichischen Leistungsstufe. Er heißt Ostbahn XI.

Wie für viele aufstrebende Jungkicker hätte die U20-WM in Kanada, an der auch Österreich teilnahm, für Panny ein Sprungbrett in den Profifußball sein sollen. Das war sie für den Niederösterreicher jedoch definitiv nicht. Letztendlich bedeutete das Turnier das Ende der Träume von einer Profikarriere. Dabei hatte sich Panny in Kanada gut präsentiert. Bis zum Viertelfinale verpasste der Verteidiger von fünf Spielen nur eines wegen einer Sperre. Im Abschlusstraining für das Halbfinale passierte allerdings Folgenschweres. Bei einem Zusammenstoß mit Erwin Hoffer zog sich Panny einen Wadenbeinbruch und einen Riss des Syndesmosebandes zu. "Im linken Fuß war ziemlich viel kaputt", sagt Panny, der Fuß wurde verplattet und verschraubt.

"Ich glaube fast schon, dass mir diese Verletzung die Profikarriere gekostet hat", resümiert Panny heute. Während seine Nationalteamkollegen von damals den Schwung der WM-Teilnahme mitnahmen, arbeitete Panny an der Rehabilitation. Als er wieder fit war, kam noch Pech beim Verein dazu. Durch den Einstieg von Richard Trenkwalder bei seinem Verein Admira wurde er zunächst zum zweiten Trenkwalder-Verein Schwadorf transferiert, bevor er nach einem halben Jahr wieder zur Admira zurückkam. Bei beiden Vereinen war Heinz Peischl sein Trainer, der nicht wirklich große Stücke auf ihn hielt. Peischl wollte Panny vor dessen Rückkehr zur Admira bereits abgeben, die Vereinsführung legte aber ihr Veto ein. "Aber wenn dich der Trainer schon loswerden will, ist das auch nicht unbedingt gut", sagt Panny. Peischl blieb nur gut ein Monat beim Verein, unter seinem Nachfolger Walter Schachner lief es zwar etwas besser. "Ich habe aber nie wirklich das Gefühl gehabt, dass er mit mir plant", erzählt Panny. Einsätze bekam er nur bei den Amateuren in der Regionalliga, ein weiteres halbes Jahr später war es mit der Profikarriere vorbei, der damals 21-Jährige wechselte zum FAC in die Regionalliga.