Graz. Österreichs Fußball-Meister ist der Champions-League-Gruppenphase so nahe wie schon lange nicht mehr. Sturm Graz schaffte sich am Dienstag mit dem 1:1-Remis in Minsk gegen Bate Borisow eine sehr gute Ausgangsposition für das Play-off-Rückspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/live ORF eins) in Graz, in dem schon ein 0:0 zum Aufstieg in die lukrative Gruppenphase der Champions League reichen würde. Ganz zufrieden waren die Grazer aber nicht, wäre doch im Kampf um die vierte Teilnahme der Vereinsgeschichte nach 1998/99, 1999/00 und 2000/01 mehr möglich gewesen.

Vor allem vor der Pause spielten die Grazer stark und vergaben Chancen auf eine Vorentscheidung. "Wenn man solche Möglichkeiten vorfindet, ist es bitter, dass man nicht mehr Tore erzielt", sagt Trainer Franco Foda. "Deshalb kann ich mit dem Ergebnis leider nicht ganz zufrieden sein." Die Situation habe sich durch das Auswärtstor ein wenig verbessert, Vorentscheidung sei aber noch keine gefallen, so Foda. "Wir müssen alle Kräfte bündeln und 100 Prozent abrufen, um eine Runde weiterzukommen."

Tatsächlich bedeutet das 1:1 aber die beste Ausgangsposition für einen österreichischen Klub in der letzten Qualifikationsrunde seit der Saison 2007/08, in der Salzburg mit einem 1:0-Vorsprung aus dem Heimspiel in die Retourpartie gegen Schachtjor Donezk gegangen war. Den Einzug in die Europa-League-Gruppenphase haben die Grazer auch bei
einem Ausscheiden schon sicher.

Nun geht es darum, ob der Klub in der Champions League 7,1 Millionen Euro Startgeld kassiert oder sich mit den 3,1 Millionen Euro für die Europa League zufrieden geben muss.