Wien. (man/apa) Die Wiener Austria hat wieder einmal ihren alljährlichen definierenden Moment, was den Erfolg der Europacup-Saison angeht. Gegen Gaz Metan Medias aus Rumänien geht es am Donnerstag (19 Uhr) im Play-off-Hinspiel um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League.

Denn seit der Einführung der Gruppenphase im zweiten Uefa-Bewerb nach der Champions League in der Saison 2004/05 erreichte die Austria stets zumindest die entscheidende Runde um den Einzug in die Gruppenspiele. Viermal gelang den Wienern die Teilnahme an der Gruppenphase, dreimal kam das Aus. Gegen die Rumänen schätzt Trainer Karl Daxbacher die Chancen auf ein Weiterkommen auf 50:50 ein. "Wir streben einen Heimsieg ohne Gegentor an, wollen uns eine gute Basis schaffen", sagt er.

Medias hat zuletzt überraschend den deutschen Bundesligisten Mainz ausgeschaltet. Julian Baumgartlinger wechselte im Sommer von der Austria zu Mainz und spielte beim Rückspiel in Rumänien, bei dem sich die Gastgeber im Elfmeterschießen durchsetzten, durch. "Die Austria hat gute Chancen weiterzukommen, weil sie qualitativ die bessere Mannschaft ist", urteilt er. Das Aus ist auch für die Mainzer überraschend gekommen. "Wir haben sehr viel Pech gehabt, mindestens zehn Sitzer vergeben. Wenn wir nur zehn Prozent der Chancen genutzt hätten, wären wir locker weiter gewesen", so Baumgartlinger. Gegen die körperlich starken Rumänen will Daxbacher mit schnellem, flachem Spiel und kurzen Pässen zum Erfolg kommen. "Es wird schwierig, aber mit zwei guten Spielen können wir in die Gruppe kommen", glaubt er.

Auf eine internationale Konstanz wie die Austria kann Red Bull Salzburg noch nicht verweisen. Das ist praktisch auch unmöglich, als die Wiener ihre Serie starteten, war der Salzburger Klub noch inexistent. Zuletzt waren die Salzburger aber zweimal in Folge in der Gruppenphase der Europa League. Die ist auch vor dem Hinspiel bei Omonia Nikosia am Donnerstag (19 Uhr/beide Spiele live in Konferenz auf ORF eins) das Ziel.

Für Trainer Ricardo Moniz ist es sogar noch mehr: "Das ist fast Pflicht für uns. Unsere Talente brauchen die internationale Bühne." Vor einem Jahr setzte sich Salzburg gegen die Zyprer in der Qualifikation zur Champions League durch. "Wir wissen, wo die Stärken und die Schwächen liegen. Sie haben ein sehr, sehr gutes Mittelfeld und schnelle Außenspieler, die sehr unberechenbar sind", sagt Moniz.