Wien. Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen kaum sein, unter denen die drei österreichischen Vertreter am Donnerstag um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League kämpfen. Als einziger Verein des heimischen Trios darf die Austria nach dem 3:1 aus dem Hinspiel einigermaßen gelassen in die Retourpartie gegen Gaz Metian Medias in Rumänien gehen (19 Uhr), Salzburg spielt dagegen um Wiedergutmachung, die SV Ried um eine Sensation.

Die Innviertler hatten nicht nur in der niederländischen Traditionsmannschaft PSV Eindhoven den vermeintlich stärksten Gegner für das Play-off zugelost bekommen, sie haben auch international die geringste Erfahrung und die dünnste Personaldecke. Dennoch konnten sie die Holländer mit einem 0:0 im Hinspiel überraschen und die Chancen für das Retourmatch am Donnerstag in Eindhoven (18.45 Uhr) wahren. Dass in Maximilian Karner, Jan-Marc Riegler und Anel Hadzic nun drei weitere Spieler angeschlagen sind, nötigt Trainer Paul Gludovatz nur mehr Galgenhumor ab."Jeden Tag fallen neue Spieler aus", sagt er, "aber wir werden auch am Donnerstag mit elf Mann beginnen." Während für seine Mannschaft schon Spiele wie jenes gegen Eindhoven wertvolle Erfahrungen sind, ist der Aufstieg für Salzburg-Trainer Ricardo Moniz ein Muss "für die Weiterbildung der jungen Spieler".


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Doch die Salzburger, die gegen Omonia Nikosia ursprünglich als klarer Favorit gehandelt wurden, stehen vor dem Rückspiel vor eigenem Publikum (21.05 Uhr) gehörig unter Druck. Nach dem 1:2 von vergangener Woche, als man eine 1:0-Führung verspielt hat, ist der Einzug in die Gruppenphase alles andere als gesichert. Zwar fordert Moniz von seiner Mannschaft Offensive und mehr Chancen, "aber wir müssen aufpassen, dass wir ihnen nicht ins offene Messer laufen", sagt er.

Der Coach des heimischen Liga-Krösus hat zwar alle acht Spieler, die die Rückreise aus Zypern mit einem Magen-Darm-Virus angetreten sind, wieder zur Verfügung, "aber in einer Woche kann man das nicht 100-prozentig wegstecken". Als Ausrede für ein eventuelles Scheitern lässt er das aber nicht gelten. "Es ist ein elementares Spiel. Wir haben etwas gutzumachen."