Monte Carlo. Zu einem iberischen Duell kommt es am Freitag (20.45 Uhr/live Sat.1 und Sky) im Stade Louis II vom Monaco zwischen dem FC Barcelona und dem FC Porto in der 37. Auflage um den europäischen Fußball-Supercup. Vor dem Anpfiff haben die Katalanen schon einen statistischen Rekord in der Tasche. Der Gewinner der Champions League 2011 spielt zum achten Mal um die erste europäische Trophäe der Saison, die bisher dreimal (1992, 1997 und 2009) in der Vitrine des Camp Nou stand.

Erfolgreicher als Barcelona war in diesem Bewerb bisher nur der AC Milan, der bei sieben Teilnahmen fünf Erfolge (1989, 1990, 1994, 2003, 2007) einfuhr. Auch Barças heuriger Gegner durfte den Cup schon einmal (1987) in die Höhe stemmen. Die Portugiesen, die zum vierten Mal um den Pokal spielen, haben im bisher einzigen iberischen Duell 2004 gegen Valencia mit 1:2 den Kürzeren gezogen. "Auf uns kommen in dieser Saison viele Herausforderung zu, die nächste wartet am Freitag", sagte Barcelonas Heimkehrer Cesc Fàbregas, nachdem der spanische Supercup gegen Real Madrid und auch die Generalprobe gelungen sind. Beim 5:0 um den Joan-Gamper-Cup gegen den SSC Napoli stand der offensive Mittelfeldspieler erstmals nach seinem Transfer von Arsenal in der Startelf und erzielte die 1:0-Führung.

"Das war ein sehr guter Test für den Supercup", meinte der 24-Jährige. "Ich muss mich noch in allen Belangen anpassen. Ich bin nicht Messi, bei weitem nicht", sagte Fàbregas. "Hier ist alles sehr diszipliniert, bei Arsenal habe ich gespielt, wo ich wollte. Ich werde mich hier Schritt für Schritt einfügen und werde eine Menge lernen".

Barcelona und Porto treffen zum achten Mal in einem Uefa-Wettbewerb aufeinander, wobei die Katalanen bisher vier-, die Portugiesen dreimal gewannen. Die blauweißen Drachen haben den Ausgleich vor Augen. Sie haben aber ihren kolumbianischen Stürmer-Star Falcão an Atlético Madrid verloren, der in der vorigen Saison 38 Tore erzielt hatte. Dafür holten die Portugiesen für 13 Millionen Euro den Brasilianer Danilo vom FC Santos, er ist der zweitteuerste Transfer der portugiesischen Fußball-Geschichte.