Belek. Es ist eine untypische Karriere, die Jonathan Soriano bisher abgeliefert hat. Da passt auch sein jüngster Wechsel ins Bild. Schließlich wechselt nicht jeden Tag ein Spieler von Barcelona zu Red Bull Salzburg. Dabei ist Barcelona allerdings quasi mit einem Sternchen zu versehen, denn für die Kampfmannschaft absolvierte der Spanier ganze sechs Pflichtspielminuten im Cup. Für die in der zweiten spanischen Liga spielende B-Mannschaft der Katalanen war Soriano aber höchst erfolgreich, in insgesamt 47 Spielen erzielte er 37 Tore.

Der Wechsel nach Salzburg war schon im vergangenen Sommer Thema, nun wurde er für 500.000 Euro realisiert. Weitere 500.000 könnten abhängig von Sorianos Erfolg in Salzburg fällig werden. Am Dienstag absolvierte der 26-Jährige, der einen Dreieinhalbjahres-Vertrag unterschrieb, im Salzburger Trainingslager im türkischen Belek sein erstes Training mit der Mannschaft.

Hinter Soriano waren nicht nur die Salzburger her, sie machten aber trotzdem das Rennen und stachen etwa Benfica Lissabon aus. "Ich habe mich für Red Bull entschieden, weil sie sich dementsprechend um mich bemüht haben", sagt Soriano.

Kein Wissen über die Liga


Er tat dies, ohne genau zu wissen, was ihn in Österreich erwartet. "Ich habe nur die Spiele von Salzburg gegen Bilbao in der Europa League gesehen. Diese Spiele haben dazu beigetragen, dass ich mich für Salzburg entschieden habe", erklärt Soriano, der für seinen Stammklub Espanyol Barcelona auch schon 38 Spiele in der Primera División absolviert hat.

Trotz der hohen Erwartungen verspürt Soriano keinen Druck. "Ich weiß den Trainer voll hinter mir", sagt er. Salzburg-Trainer Ricardo Moniz verpflichtete Soriano als Ersatz für den im Frühjahr weiterhin nicht fitten Brasilianer Alan. "Er ist einer, der Tore machen kann und macht einen körperlich sehr guten Eindruck", sagt Moniz.

Durch die Transfers von Soriano und dem schon zuvor aus der vierten brasilianischen Liga geholten Brasilianer Cristiano haben die Salzburger in der Europa League, in der sie im Februar in der ersten K.o.-Runde auf Metalist Charkiw treffen, ein Luxusproblem. Gegenüber dem Kader der Gruppenphase dürfen drei Spieler ausgetauscht werden, der Klub hat für diesen Bewerb aber vier quasi neue Akteure, da auch die damals verletzt gewesenen Douglas und David Mendes nicht genannt worden waren. "Soriano und Douglas haben einen Fixplatz", sagt Moniz.