• vom 08.06.2010, 16:14 Uhr

Fußball

Update: 14.06.2010, 14:56 Uhr

Mit "Tiqui-taca" auch zum WM-Titel?

Spanien




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Von WZ Online

  • Nach der Conquista Europas will sich Spanien auch zum Weltreich mausern, der im Wiener Ernst-Happel-Stadion errungene EM-Titel hat Lust auf mehr geweckt. Vor der Fußball-WM in Südafrika ist der Optimismus so groß, dass Teamchef Vicente del Bosque seine Landsleute vor überzogenen Erwartungen warnt.

Fernando Torres übte das Toreschießen vor der WM im Trainingslager in Schruns (Vorarlberg).

Fernando Torres übte das Toreschießen vor der WM im Trainingslager in Schruns (Vorarlberg).© APA Fernando Torres übte das Toreschießen vor der WM im Trainingslager in Schruns (Vorarlberg).© APA

"Es wäre kein katastrophaler Schiffbruch, wenn wir den Titel nicht gewinnen", meinte der 59-Jährige. Dennoch ist "La Roja" einer der Favoriten auf den Titelgewinn.


"Man darf Selbstvertrauen nicht mit Überheblichkeit verwechseln", warnte der Teamchef. Mit Iker Casillas, Cesc Fabregas, Xavi Hernandez oder Fernando Torres hat er durchaus Weltklasse-Spieler in seinem Kader.

Was im Moment gegen die Spanier spricht, ist die Statistik: Bisher war Spanien bei Endrunden spätestens im Viertelfinale gescheitert. Erst bei der EURO 2008 war Schluss damit. In Österreich nämlich kitzelte der alte Futbol-Weise Luis Aragones die Urtugenden des Fußballspiels aus der "Seleccion" hervor. Vor ihrem "Tiqui-taca", dem flinken Kurzpass-Spiel, mussten letztlich alle - Finalgegner Deutschland inklusive - kapitulieren.

Aragones trat am Höhepunkt seiner Laufbahn als Teamchef ab, doch wurde mit Del Bosque ein geradezu kongenialer Nachfolger gefunden. Obwohl man sich auch um Aragones und Del Bosque wahrlich keine finanziellen Sorgen machen muss, sind sie damit geradezu die Anti-These der Glanz- und Glamourwelt, mit der Vereine wie Real Madrid oder FC Barcelona die Fußball-Welt erobern wollen.

Real und "Barca" stehen in Spanien für zwei Pole: Da die Hauptstadt Madrid, dort das aufmüpfige Katalonien. Im Nationalteam spielen die nationalistischen Ränkespiele keine Rolle. Im Kader jenes spanischen Teams, das im November 2009 in Wien freundschaftlich 5:1 gewann, standen sechs Katalanen und zwei Basken.

In den vergangenen 44 Matches gab es für Spanien eine einzige Niederlage. Doch diese führte Del Bosque und Co. 2009 bei der WM-Generalprobe Confederations Cup vor Augen, wie schnell Ruhm und Statistiken verblassen. Das Halbfinale gegen die USA endete 0:2.

Eiszeit in Schruns

Windböen, Nebel, Regenschauer, Höchsttemperaturen um die zehn Grad: Das waren keine klimatischen Bedingungen, mit denen sich in Sachen Tourismus-Werbung Ende Mai auftrumpfen ließe. Was den Touristikern im Montafon etwas im Magen gelegen haben dürfte, wurde von Spaniens Fußball-Nationalteam durchaus goutiert. Schruns sei die ideale Vorbereitung für den Winter in Südafrika, meinte eine Sprecherin des spanischen Fußballverbandes.

Der Kader

Tor: Iker Casillas (Real Madrid), Victor Valdes (FC Barcelona), Jose Manuel Reina (Liverpool)

+++ Abwehr: Raul Albiol (Real Madrid), Gerard Pique (FC Barcelona), Carlos Marchena (Valencia), Carlos Puyol (FC Barcelona), Joan Capdevila (Villarreal), Sergio Ramos (Real Madrid), Alvaro Arbeloa (Real Madrid)

+++ Mittelfeld: Andres Iniesta (FC Barcelona), Xavi (FC Barcelona), Cesc Fabregas (Arsenal), Xabi Alonso (Real Madrid), Sergio Busquets (FC Barcelona), Javier Martinez (Athletic Bilbao), David Silva (Valencia)

+++ Angriff: David Villa (Valencia), Fernando Torres (Liverpool), Juan Manuel Mata (Valencia), Pedro Rodriguez (FC Barcelona), Fernando Llorente (Athletic Bilbao), Jesus Navas (FC Sevilla)

Trainer: Vicente del Bosque



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2010-06-08 16:14:00
Letzte Änderung am 2010-06-14 14:56:00

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