Barcelona. In der 77. Minute hat Lionel Messi einen wirklich schlechten Pass geschlagen. Und das war an diesem Abend, im Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League, das Herausragende. Der Rest war eine Augenweide, nur dieser eine Pass war schwach. Bei den meisten Spielern ist das Verhältnis umgekehrt.

Bei Barcelonas Messi aber ist es keine Sensation mehr, wenn er dreimal trifft, 18 Mal hat er das bereits geschafft. Und sogar vier Tore in einem Spiel sind ihm schon mehrfach gelungen. Fünf Tore aber sind eine Premiere. Noch nie hat die Champions League so etwas erlebt. Beim ersten und beim dritten Treffer überhob Messi Bayer-Keeper Leno, beim zweiten und fünften tanzte er durch die Abwehr, um mit einem gezielten Schuss zu vollenden. Es war eine besondere Gala des derzeit wohl weltbesten Fußballers. Die Leverkusener waren nur Augenzeugen, aber nie mehr. Der Ehrentreffer zum 1:7 in der Schlussminute war fast unverdient. Nach dem 1:3 im Hinspiel schieden die Deutschen damit mit einem Gesamtscore von 2:10 aus.

Nikosia zieht ins Viertelfinale ein
Im zweiten Achtelfinalspiel am Mittwoch setzte sich Apoel Nikosia gegen das favorisierte Olympique Lyon im Elfmeterschießen durch. Die Zyprer hatten das 0:1 aus dem Hinspiel durch einen Treffer von Manduca bereits in der 9. Minute ausgeglichen. In der regulären Spielzeit blieb dies das einzige Tor. Apoel ist der erste zyprische Vertreter in der K.o.-Phase der Champions League.