Wien. Manchmal kommen schlechte Nachrichten nicht allein daher, sie bringen andere gleich mit. Bei Rapid kamen sie in Form eines Briefes der Uefa aus Nyon sowie eines Treffers von Dario Baldauf beim sonntäglichen Match der Bundesliga, das Rapid bei Aufsteiger WAC bestritt. Die Kärntner feierten ihren ersten Heimsieg in der obersten Spielklasse, Rapid verlor die Tabellenführung an die Wiener Austria, die sich daheim mit Innsbruck zwar abmühte, aber am Ende doch souverän mit 2:0 gewann.

Das 0:1 in Wolfsberg kann Rapid bald wieder ausbügeln, nachhaltiger könnte der Brief aus Nyon werden. Die Uefa hat am Montagabend über die Sanktionen für die Ausschreitungen im Europacup-Spiel bei Paok Saloniki beraten und Rapid schon vorab den Strafenkatalog zukommen lassen. Ein Urteil hat die Uefa für Dienstagvormittag avisiert.

Harte Sanktionen


Beim Durcharbeiten der möglichen Sanktionen dürfte es Rapid-Chef Rudolf Edlinger etwas mulmig geworden sein, in einer Aussendung des Klubs war von "existenzbedrohenden Konsequenzen" zu lesen. Eine Geldstrafe von 75.000 Euro dürfte die untere Grenze der Sanktionen darstellen, Rapid könnte mit sogenannten Geisterspielen in dieser oder der kommenden Saison bestraft werden. Dadurch würden Rapid vermutliche einige hunderttausend Euro an Einnahmen entgehen. "Der von der Uefa strikt geächtete Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen wird äußerst hart bestraft werden", heißt es in der Aussendung.

Auch ein Ausschluss von Rapid aus dem Europacup ist denkbar, sollten sich Krawalle wiederholen. Und wenn man weiß, wie Fußballfans mitunter ticken, dass es beim Rückspiel am Donnerstag vielleicht bei einigen Revanchegelüste gibt, muss Rapid sehr aufpassen, damit der Worst Case nicht eintritt. Zwecks Verteidigung hat Rapid der Uefa mitgeteilt, was sich vor dem Stadion abgespielt hat. Sollte die Uefa dies als mildernde Umstände werten, könnte Rapid mit einem blauen Auge davonkommen. Teuer wird Rapid der Ausflug nach Saloniki aber jedenfalls kommen.