Wien. Heinz Fuchsbichler macht aus seiner Sympathie für Toni Polster kein Geheimnis, aber irgendwo hat alles seine Grenzen. "Der Toni ist ein super Bursch", sagt der Trainer der SV Ried, "aber im Cup hat er jetzt schon genug erreicht." Am Dienstag trifft Fuchsbichler mit Ried auf seinen Spezi aus früheren Tagen, seit Sommer 2011 werkt Polster als Trainer des SC Wiener Viktoria, und dieser empfängt die Oberösterreicher am Dienstag (20.30 Uhr) in Dornbach zum Achtelfinale im ÖFB-Cup.

Viktoria-Trainer Toni Polster hofft gegen Ried auf die nächste Sensation. - © Diener
Viktoria-Trainer Toni Polster hofft gegen Ried auf die nächste Sensation. - © Diener

Nach dem Sieg im Elferschießen über Kapfenberg ist der Stadtligist aus Wien auf die nächste Sensation aus. Freilich weiß Polster, dass seine Mannschaft der wahrscheinlich größte Außenseiter der im Cup verbliebenen Teams ist, "wir werden ein Wunder brauchen", sagt der ÖFB-Rekordtorschütze. "Aber Wunder passieren. Wir werden jedenfalls sicher nicht in Ehrfurcht erstarren."

Während die Rollen bei dieser Partie klar verteilt sind, kann man bei Sturm gegen Innsbruck (18 Uhr) ein Duell auf Augenhöhe erwarten, handelt es sich doch um das einzige Duell zweier Bundesligisten im Achtelfinale. Innsbruck-Trainer Roland Kirchler, unter dem die davor chronisch erfolglosen Tiroler zuletzt mit zwei Siegen hintereinander wieder in die Spur gekommen sind, sieht der Begegnung allerdings mit gemischten Gefühlten entgegen. "Wir wollen natürlich weiterkommen", sagt er, dennoch werde er rotieren. Ganz in den Plan passe ihm der Cup in der momentanen Lage nämlich nicht, gibt er zu - "weil er die Vorbereitung auf das wichtige Match gegen Wiener Neustadt stört."

Am Samstag trifft Innsbruck nämlich im Kellerduell der Bundesliga auf die Niederösterreicher, denen man zuletzt auf einen Punkt nahekam. Und der Kampf gegen den Abstieg steht für die Tiroler auf der Prioritätenliste nun einmal ganz oben. Auf der anderen Seite der Bundesliga-Tabelle ist es am Wochenende indessen wieder enger geworden. Rapid schaffte nach den beiden Niederlagen gegen die Austria und Bayer Leverkusen in der Europa League mit einem 2:0 über Salzburg durch Tore des wieder genesenen Steffen Hofmann und Terrence Boyd die Wende und liegt nun einen Punkt hinter Salzburg, drei hinter der Austria.

Mit Glück und Leidenschaft


Für Peter Schöttel war es in Anbetracht der schwierigen Tage davor "der wertvollste Sieg, seit ich Rapid-Trainer bin", wie er sagt. "Es war ein Sieg der Leidenschaft. Und dann ist auch das Glück dazugekommen."

Über mangelndes Glück beziehungsweise eine unfaire Behandlung des Schiedsrichters beklagten sich indessen die Salzburger, doch darauf wollte sich Trainer Roger Schmidt nicht ausreden. "Wir hätten auch so genug Chancen gehabt, um das Spiel zu entscheiden."

Beide Mannschaften haben nun noch einen Tag Zeit, um das Spiel zu verarbeiten, Rapid trifft am Mittwoch im Cup auf Altach, Salzburg spielt gegen Kalsdorf. Die Austria tritt unterdessen in Villach an. Auch in diesen Partien sind die Rollen klar verteilt. Wenn auch nicht ganz so eindeutig wie bei Viktoria gegen Ried am Dienstag.