São Paulo. Schwere Tumulte haben das Finale der Copa Sudamericana zwischen dem FC São Paulo und dem argentinischen Klub CA Tigre überschattet.

Die Partie wurde am Ende der ersten Hälfte wegen Schlägereien zwischen den Spielern auf dem Platz und in den Umkleidekabinen beim Stand von 2:0 für die Gastgeber abgebrochen. Die Polizei musste eingreifen und sorgte dabei laut Aussagen der Gäste möglicherweise auch für eine Eskalation.

Ungeachtet der Proteste der Argentinier erklärte der südamerikanische Fußball-Verband São Paulo zum Sieger. Für den brasilianischen Verein ist es der erste Titel im Südamerika-Cup, der der Europa League vergleichbar ist.

In Erinnerung bleiben werden aber eher die schweren Auseinandersetzungen, die nach einem Ellbogencheck des Tigre-Verteidigers Lucas Orban gegen São Paulos Mittelfeldspieler Lucas begannen und in der Kabine ihre Fortsetzung fanden. Dort soll die Polizei die Argentinier laut deren Coach Nestor Gorosito, dem ehemaligen Mittelfeld-Regisseur des FC Tirol und Österreichs Fußballer des Jahres 1991, sogar mit Waffen bedroht haben. "Sie haben zwei Waffen gezogen und gegen uns gerichtet, sind uns aufgelauert und haben uns auch geschlagen", schilderte Gorosito danach.

Der Zwischenfall ist nicht einzigartig, denn die brasilianische Polizei war in der Vergangenheit schon bei mehreren Matches durch hartes Einschreiten aufgefallen. Auf den WM-Countdown für 2014 wirft die neuerliche Eskalation jedenfalls kein besonders gutes Licht.