Eine beeindruckende Aufholjagd von Inter Mailand ist am Donnerstag im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League nicht belohnt worden. Die Mailänder glichen zu Hause gegen Tottenham Hotspur ein 0:3 aus dem Hinspiel aus, mussten aber trotz eines 4:1-Sieges nach Verlängerung die Segel streichen. Emmanuel Adebayor (96.) erzielte das entscheidende Auswärtstor für die Londoner, die ohne ihren gesperrten Superstar Gareth Bale auskommen mussten.

Inter bot eine überzeugende Vorstellung, die vier Tore waren aber zu wenig. Der überragende Antonio Cassano (20.) und Rodrigo Palacio (52.) hatten mit ihren Treffern die Tür aufgemacht, ein Eigentor von Spurs-Verteidiger William Gallas (75.) brachte die Verlängerung. Dort traf Adebayor per Abstauber. Ein weiteres Kopfballtor von Ricky Alvarez (110.) war für die Mailänder zu wenig.

Palacio hatte in der regulären Spielzeit zudem die Latte getroffen (26.), sein argentinischer Landsmann Esteban Cambiasso den Matchball auf das 4:0 ausgelassen (92.). Tottenham erreichte damit als erster englischer Vertreter in dieser Saison ein Europacup-Viertelfinale. In der Champions League geht die Runde der letzten acht erstmals seit 1996 ohne Beteiligung eines Premier-League-Clubs über die Bühne.

Auch Rubin Kasan musste nach zwei torlosen Remis gegen Levante in die Verlängerung. Dort ebneten aber Rondon (100.) und Djadjun (112.) den Weg ins Viertelfinale.

Rubin Kasan - UD Levante 2:0 n.V. (0:0). Tore: Rondon (100.), Djadjun (112.). Hinspiel 0:0 - Kasan mit Gesamtscore 2:0 nach Verlängerung im Viertelfinale

FC Basel als glücklicher Verlierer

ÖFB-Teamverteidiger Aleksandar Dragovic hat sich mit dem FC Basel ins Viertelfinale der Fußball-Europa-League gekämpft. Dem Schweizer Meister reichte am Donnerstag eine 0:1-Niederlage bei Zenit St. Petersburg. Das Hinspiel hatte Basel mit 2:0 gewonnen. Das Rückspiel wurde zu einer wahren Abwehrschlacht, in der Dragovic und seinen Kollegen alles abverlangt wurde.

Das Aus für das mit fast 100 Millionen Euro aufgerüstete Starensemble aus St. Petersburg glich einem Selbstfaller. Zenit ließ in numerischer Überlegenheit Großchancen in Hülle und Fülle aus, nachdem Basels Marcelo Diaz kurz vor der Pause Gelb-Rot gesehen hatte. Kapitän Roman Schirokow etwa scheiterte mit einem schwach geschossenen Elfmeter an Basel-Keeper Yann Sommer (86.). Davor hatte Danny eine hundertprozentige Torchance ausgelassen (76.) und Wladimir Bistrow die Stange getroffen (83.).

Den einzigen Treffer erzielte 46-Millionen-Mann Axel Witsel (30.). Der Belgier traf aus kurzer Distanz, nachdem Landsmann Nicolas Lombaerts ein Kopfballduell gegen Dragovic für sich entschieden hatte. Basel steht zum dritten Mal in einem Europacup-Viertelfinale. Zuletzt war das einem Schweizer Team