Erst nach und nach gelang dem ÖFB-Team dann ein paar Aktionen, die jedoch vorerst nur zum Raunen, nicht zum Jubeln dienten. Ein bisschen was fehlte von allem, vor Präzision, Konzentration, und Ruhe.

Ein Sprint in die Spitze von Martin Harnik und seine Folgen gab den Österreichern dann den entscheidenden Kick. Ein vermeidbares Foul von Schwedens Keeper Andreas Isaksson bedingte einen Elfer, den David Alaba verwertete (26.), und nur sechs Minuten später erhöhte Marc Janko in klassischer Goalgettermanier per Kopf 2:0. Diesmal leistete Harnik auch den direkten Assist.

Der Poker mit dem beim Verein (Trabzonspor) unterbeschäftigten Janko ging auf, zumal er auch davor als Anspielstation bei den vielen hohen Bällen diente. Für Philipp Hosiner wäre das nichts gewesen.

Mangelnde Effizienz

Mit den beiden Treffern bewies Österreich auch eine mannschaftliche Qualität, die es in den Partien bisher vermissen ließ, die aber eine wesentliche Qualität ist, um sich die Reise nach Brasilien zu verdienen: Effizienz. Auch mit der Aufstellung von Marko Arnautovic lag Teamchef Marcel Koller nicht so falsch, auch wenn Arnautovic unmittelbar nach dem 1:0 und dann auch in der zweiten Hälfte einige Chancen liegen ließ.

Nach dem 2:0 gelang den Gastgebern recht viel, auch wenn einigen Aktionen - im guten wie im schlechten - jene Lockerheit innewohnte, die in der bisherigen Qualifikation zwar zu guten Leistungen, aber eben nicht zu ganz so guten Ergebnissen führte. Auch in der zweiten Hälfte erspielten sich die Österreicher im Konter ein paar gute Chancen, so scheiterte der für Janko eingewechselte Andreas Weimann an Isaksson per Kopf.

Wenn die Schweden nach vorne kamen, kamen sie aber durchaus mit Wucht und sorgten für Hektik im und rund um den Strafraum der Österreicher. Doch als die Partie schon fast in trockenen Tüchern schien, schnitzte die Abwehr und schnippelte Ibrahimovic den Ball auf Johan Elmander, der Torhüter Robert Almer zum 1:2 überhob (82.). Die Schweden hatten ja sogar in Deutschland ein 0:4 gedreht, gegen Österreich gelang dies jedoch nicht mehr.

Ein paar heikle Situationen am Ende, zwei im Strafraum gefallene Schweden, doch weder der Schiedsrichter, noch das Netz der Österreicher rührte sich. Dennoch hätten es die Österreicher auch ruhiger haben können - wenn das alte Lied der mangelnden Chancenauswertung nicht gesungen worden wäre.