Wien. Die Fußball-Bundesliga und der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) haben am Samstag in einer gemeinsamen schriftlichen Erklärung darauf hingewiesen, "dass bei allen bis dato geführten Untersuchungen keine stichhaltigen Beweise für die Einleitung von verbandsinternen Verfahren vorliegen bzw. gesichert werden konnten". Außerdem forderten sie von der Task Force die Vorlage der Beweise und Unterlagen sowie die erst kürzlich zugesagte volle Akteneinsicht. Man habe höchstes Interesse an einer lückenlosen Aufklärung, hieß es weiter.

Die beiden Organisationen stellten fest, dass man nach 18-monatigen Bemühungen samt mehreren Urgenzen erst in der Vorwoche von der Staatsanwalt Graz volle Akteneinsicht zugesichert bekommen habe. Hierzu seien noch Terminkoordinationen nötig. Die bisher gesichteten Auszüge aus den Ermittlungsakten hätten jedenfalls noch zu keinen konkreten Ergebnissen geführt. Man wolle "schnellstmöglich die vollständige Akteneinsicht", wurde bekräftigt.

Task-Force-Leiter Fretska wurde aufgefordert, die entsprechenden Unterlagen und Beweise umgehend vorzulegen. Der Ministeriumsbeamte werde persönlich als Zeuge in etwaigen Verbandsverfahren geladen, um Sanktionen setzen zu können, kündigten ÖFB und Bundesliga an. Grundsätzlich bestehe mit dem Ministerium und der Justiz aber eine gute Zusammenarbeit hieß es.